Aue-Boss: Hohe finanzielle Verluste durch Geisterspiele

Aue (dpa) - Präsident Helge Leonhardt von Erzgebirge Aue rechnet trotz des vollzogenen Neustarts in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga mit hohen finanziellen Einbußen für seinen Verein. «Bleiben die strikten Vorgaben über den Sommer hinaus bestehen, starten wir mit Geisterspielen in die neue Saison. Dann wären ungefähr zwei bis drei Millionen Euro weg», sagte Leonhardt dem Online-Portal «Tag24» (Dienstag).

Der Unternehmer fürchtet Einnahmeverluste speziell im Zuschauer- und Sponsoring-Bereich. «Unserem Verein steht eine brutale Restrukturierung bevor. Es wird zwangsläufig Einstriche in allen Bereichen geben», erklärte Leonhardt und kündigte entsprechende Etat-Anpassungen an: «Das betrifft alle Bereiche des Clubs - nicht nur die Profis.»

Für etwas Entspannung könnten ab September wieder Spiele mit Zuschauern sorgen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte in der «Bild am Sonntag» in Aussicht gestellt, «dass Besuche von Fußballspielen, Konzerten, Theater- oder Opernaufführungen in Sachsen nach dem 1. September wieder möglich werden. Mundschutz und 1,5-Meter-Sicherheitsabstand reichen nach menschlichem Ermessen aus, um sich nicht anzustecken», sagte Kretschmer der Zeitung. Leonhardt wertet dies als positives Signal: «Ich sehe Land in Sicht und der Ministerpräsident hat da eine klare Kompetenz.»

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