Aue-Trainer Meyer baut in Köln auf Außenseiterchance

Für Daniel Meyer ist die Fahrt zum Auswärtsspiel nach Köln auch eine Reise in die Vergangenheit. An seiner ehemaligen Wirkungsstätte hofft der Trainer des FC Erzgebirge Aue am Samstag auf eine Überraschung.

Aue (dpa/sn) - Ausgerechnet beim 1. FC Köln will der FC Erzgebirge Aue am Samstag seinen ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga einfahren. Obwohl die «Veilchen» als krasser Außenseiter zum Erstliga-Absteiger reisen, glauben Cheftrainer Daniel Meyer und seine Spieler fest daran, etwas Zählbares aus Köln mitnehmen zu können. Nach den ersten drei Pflichtspielen ohne Sieg bauen die Sachsen vor allem auf ihre Außenseiterchance. Als Mutmacher für die Auer dient zum Beispiel der erste Saisontreffer, den Neuzugang Pascal Testroet am vergangenen Samstag bei der 1:3-Niederlage im DFB-Pokal gegen den FSV Mainz 05 erzielte. «So ein Erfolgserlebnis sorgt natürlich für Selbstvertrauen - auch wenn wir das Spiel gegen Mainz verloren haben und die Enttäuschung hinterher groß war. Dennoch sollten wir nicht immer alles schlecht reden», sagte Testroet mit Blick auf die Statistik. 24 Abschlüsse standen am Ende für den FC Erzgebirge zu Buche. Der Ertrag war allerdings kläglich. «Ich bin dennoch überzeugt davon, dass wir uns für den Aufwand bald belohnen werden», sagte Testroet. Nicht nur er hofft in Köln auf eine Überraschung. Doch dafür muss sich das Meyer-Team taktisch klüger verhalten als im Pokalspiel gegen Mainz. In Unterzahl ließen sich die Auer bei den Gegentoren auskontern. «Wir machen uns selbst die größten Vorwürfe. Ein Weiterkommen wäre realistisch gewesen. Wir haben das Spiel ausgewertet und sind jetzt aber voll fokussiert auf die Aufgabe am Samstag», sagte Meyer. Er versucht, den Druck von seinen Spielern zu nehmen: «Der FC ist ein Gegner mit Erstligaformat. Aus psychologischer Sicht gehört Köln zu den einfachsten Spielen der Saison - weil im Vorfeld für alle klar ist, wer gewinnen wird.»

Doch kampflos, das verspricht der 38-Jährige, werden sich seine Schützlinge nicht geschlagen geben. «Wir freuen uns auf die Atmosphäre und wollen den Kölnern einen Riesenfight liefern», meinte Meyer, der die besondere Stimmung im Stadion noch aus seiner Zeit beim FC kennt. Zwischen 2016 und Juni 2018 war der Fußball-Lehrer als Leiter des Kölner Nachwuchsleistungstrums tätig. «Die zwei Jahre haben mich sehr geprägt und waren wichtig für mich. Aber am Samstag konzentriere ich mich voll auf Aue», sagte Meyer, der nur auf den verletzten Stürmer Tom Baumgart verzichten muss.

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