Dresden nach Niederlage gegen Kiel wieder Schlusslicht

Kiel bleibt ein Angstgegner für Dynamo Dresden, das gegen die «Störche» bereits das fünfte Mal in Serie verliert und nun wieder Zweitliga-Schlusslicht ist. Dynamo-Trainer Cristian Fiel ist sauer.

Dresden (dpa) – Dynamo Dresden ist nach der bisher schwächsten Saisonleistung am Tabellenende der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Die Sachsen kassierten am Samstag beim 1:2 (0:2) gegen Angstgegner Holstein Kiel ihre neunte Niederlage. Emmanuel Iyoha (15.) und Salih Özcan (30.) trafen vor 24 811 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion für die Gäste aus Kiel, die mit nun 21 Punkten vorerst auf den fünften Tabellenplatz springen. Dresdens Anschlusstreffer durch Florian Ballas (79.) kam zu spät.

«Jedes Wort über dieses Spiel heute wäre ein Wort zu viel. Wenn man sieht, in welcher Situation wir uns befinden, ist so eine Leistung unerklärlich und unentschuldbar», erklärte Dynamos 39 Jahre alter Coach anschließend auf der Pressekonferenz und wurde deutlich: «Das war einfach ein komplettes Versagen unserer Mannschaft. So wie wir heute gespielt haben, wirst du gegen keinen Gegner mehr Punkte holen. Für die Leistung kann man sich nur bei den Fans entschuldigen.»

Fiel nahm im Vergleich zur unglücklichen Niederlage in Hamburg zwei Veränderungen vor. Innenverteidiger Florian Ballas rückte für Brian Hamalainen in die Innenverteidigung, René Klingenburg ersetzte Baris Atik.

Doch anders als bei der Niederlage in Hamburg, fehlte Dresden der Mut und die Ideen. Kiel dominierte zunächst das Geschehen auf dem Rasen und ging verdient in Führung. Jae Sun Lee lief Dynamos Youngster Max Kulke auf der linken Außenbahn davon und bediente den Torschützen Iyoha, der nur noch zu seinem vierten Saisontreffer einschieben musste.

Erst nach dem Rückstand fanden die Hausherren plötzlich mit ein wenig Selbstvertrauen in die Partie und hatten durch Dzenis Burnic (16.) und Niklas Kreuzer (18.) gleich zwei sehr gute Einschussmöglichkeiten. Beide Male parierte jedoch Kiels Torwart Ioannis Gelios sehenswert.

Rund 15 Minuten war Dresden das bessere Team, doch dann zogen die Gäste aus Schleswig-Holstein wieder etwas an und stachen ein zweites Mal eiskalt zu. Ein einfacher Pass aus dem Mittelfeld von Janni Serra in die Schnittstelle der Dresdner Abwehr reichte, um Özcan freizuspielen. Die Leihgabe vom 1. FC Köln setzte sich im Laufduell gegen Florian Ballas durch und vollendete zur 2:0-Führung.

Mit einem Pfeifkonzert ging es für die Fiel-Elf in die Kabine und auch nach der Pause lief es für die Hausherren lange Zeit nicht viel besser. Das Dresdner Spiel war geprägt von Abspielfehlern und mangelhaftem Zweikampfverhalten. Einzig Kiels Unwille, die Partie frühzeitig zu entscheiden, hielt diese bis zum Schluss offen.

Echte Spannung kam aber erst nach dem Anschlusstor von Ballas auf, dessen Schuss aus rund 23 Metern aber auch nur sein Ziel fand, weil er noch von einem Kieler Abwehrspieler abgefälscht wurde. Letztlich fiel das Tor aber zu spät, weil Dresden auch im Anschluss zu fehlerbehaftet agierte

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