Gonthers Wochenende nach Maß

Der Abwehrchef vom FC Erzgebirge Aue markiert den entscheidenden Treffer, feiert Geburtstag und freut sich über 26 Punkte nach der ersten Saisonhälfte.

Aue.

Mit seinem ersten Tor für den FC Erzgebrige, seinem ersten Pflichtspieltreffer seit drei Jahren, bescherte Sören Gonther den Veilchen drei Punkte und sich selbst ein Geschenk zwei Tage vor seinem 33. Geburtstag am Sonntag. "Ich glaube an meinem Jubel hat man gesehen, dass ich gar nicht mehr damit gerechnet hatte zu treffen. Ich wusste nicht, was ich machen sollte", erklärte Gonther lachend nach dem 1:0-Sieg des Zweitligisten gegen Jahn Regensburg am Freitagabend. Zwei Erklärungen hatte er dafür, warum es bei ihm zuvor so lange nicht mit einem Tor geklappt hatte. Zum einen führte er die einjährige Verletzungspause an, die ihm in Diensten von Dynamo Dresden lange zum Zuschauen verdammt hatte. Zum anderen, "durfte ich in Dresden immer nur für Ballas blocken", meinte der Routinier. In Aue darf er selbst zum Ball - nun auch mit zählbarem Erfolg.

Gonther fühlt sich im Erzgebirge absolut wohl. Bisher verpasste er nur ein Spiel verletzt, sonst stand er immer in der Startelf. Gegen seine Ex-Clubs Dynamo und St. Pauli ging er als Sieger vom Platz und rangiert mit den Veilchen nach der ersten Halbserie nicht nur vor seinen beiden ehemaligen Arbeitgebern, sondern auch vor zehn weiteren Teams. "26 Punkte in der Hinrunde - das ist geil. Darüber dürfen wir uns freuen."

Ebenso sorgte für gute Laune, dass der Abwehrchef und seine Nebenleute erstmals nach zehn Partien wieder ohne Gegentor blieben. Gegen Regensburg brachten sich die Auer nicht wie zuletzt mit einer schlecht verteidigten Standardsituation um die Früchte der sonst stabilen Abwehrarbeit. "Natürlich waren Standards ein großes Thema. Ich denke, uns hat da in manchen Situationen die Konzentration gefehlt. Heute haben wir sie alle wegverteidigt", so Gonther. FSV-Trainer Dirk Schuster war zufrieden: "Die Mannschaft hat von uns viel Input zum Verteidigen von Standardsituationen bekommen. Das hat sie richtig gut gemacht." Diesmal klingelte es auf der anderen Seite nach einem Eckball, weil die Flanke von Philipp Riese perfekt geschlagen war und Gonther mit dem richtigen Timing seinem Gegenspieler entwischte. "Manchmal sind Standards einfach schwer zu verteidigen. Diesmal musste der Gegner diese Erfahrung machen", meinte der Torschütze.

Am Sonnabend steht für die Auer mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth bereits die erste Partie der Rückrunde, zugleich die letzte vor der Winterpause an. Aus Gonthers Sicht kann es nur ein Ziel geben: "Das letzte Spiel nimmt man mit unter den Weihnachtsbaum. Wir werden die Kräfte bündeln und versuchen, auch dieses Spiel hier zu Hause zu gewinnen."sesi

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