Sorglose Dynamos kalt erwischt

Erneut scheitert Dynamo Dresden an der eigenen Chancenverwertung. Ausgerechnet bei den kriselnden Löwen - zuletzt immer Lieblingsgegner - setzt es eine bittere Niederlage.

Dresden (dpa) - Mit leeren Blicken verharrten die Dresdner auf dem Rasen und konnten ihr Pech nicht realisieren. In der 89. Minute wurde die Sorglosigkeit von Dynamo Dresden mit dem Gegentreffer von Levent Aycicek eiskalt bestraft. Somit kassierte der Aufsteiger bei seinem Lieblingsgegner TSV 1860 München eine 0:1 (0:0)-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga. «Bitter, dass du am Ende verlierst, obwohl du dir eigentlich sicher bist, dass hier nichts passiert. Im schlimmsten Fall spielst du 0:0», meinte Stefan Kutschke, der selbst Großchancen (61./78.) nicht nutzte. Auch seine Teamkollegen Pascal Testroet (84./87.) und Aias Aosman (88.) hatten beste Einschussmöglichkeiten.

«Ich glaube, wir sind vier Mal allein aufs Tor gelaufen. Da müssen wir das Spiel für uns entscheiden. Das ist das Einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann», ärgerte sich Trainer Uwe Neuhaus, dessen Team von über 20 000 Dynamo-Fans im Rund der Allianz Arena (insgesamt 43 400 Zuschauer) unterstützt wurde. Sein Team hatte bei den Löwen zuvor noch nie ein Spiel verloren. Das sollte beim 200. Zweitliga-Spiel von Neuhaus auch so bleiben.

Doch es kam anders. «Doppelt bitter, wir hatten eine riesige Unterstützung. Das wollten wir zurückzahlen, weitere drei Punkte einfahren,» erklärte Niklas Kreuzer sichtlich enttäuscht. Kutschke sieht seine Mannschaft in einem Lernprozess: «Das ist mental schon ein Thema, wie man da wieder rauskommt. Man wird sehen, wie wir kommende Woche gegen Karlsruhe wieder auftreten. Wichtig ist, dass wir unseren Stil Fußball zu spielen beibehalten.»

Neuhaus sprach zuletzt vom nächsten Schritt, den seine Mannschaft in ihrer Entwicklung gehen müsse. «Vielleicht ist das genau die Schwelle, an der wir jetzt stehen, solche Spiele aufgrund des Spielverlaufs klar für uns zu entscheiden. Das müssen wir in den nächsten Wochen und Monaten lernen, um dann vielleicht wirklich eine gute Mannschaft in der zweiten Liga sein zu können», betonte der erfahrene Trainer.

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