Schlussspurt kommt zu spät: FSV Zwickau unterliegt Kaiserslautern

Die Drittliga-Fußballer des FSV Zwickau haben in der aktuellen Saison der 3. Liga ihre erste Heimniederlage kassiert. Beim 3:5 gegen die Roten Teufel war ein Lauterer der beste im Team der Gastgeber.

Zwickau.

Im dritten Drittliga-Duell zwischen dem FSV Zwickau und dem 1. FC Kaiserslautern hat es erstmals einen Sieger gegeben. Nach den beiden 1:1-Unentschieden der Vorsaison zogen die Westsachsen am Montagabend zum Abschluss des 6. Spieltages mit 3:5 (0:2) den Kürzeren. Vor 6805 Zuschauern ließen die FSV-Profis insbesondere in der ersten Halbzeit viele Wünsche offen.

FSV-Trainer Joe Enochs hatte gegenüber der Vorwoche drei Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Christopher Handke, René Lange und Markus Godinho rückten für Nils Miatke, Leon Jensen und Morris Schröter ins Team. Dabei übernahm Handke den Posten in der Abwehrzentrale von Davy Frick, der mit Julius Reinhardt die Doppel-Sechs bildete. Lange und Godinho beackerten die rechte und die linke Außenbahn. Der FSV hatte zwar durch Ronny Königs Kopfball nach Lange-Flanke die erste Chance (3.). Insgesamt brachte die Umstellung in der ersten Halbzeit aber nicht den erhofften Erfolg.

Als Timmy Thiele in der 7. Minute am Zwickauer Strafraum sträflich frei gelassen wurde, ließ er sich mit einem platzierten Flachschuss die Chance zur frühen Kaiserslauterer Führung nicht nehmen. Das Gegentor verunsicherte die Platzherren sichtlich. Immer, wenn der FCK mit Tempo aufs Zwickauer Tor spielte, wurde es gefährlich. So musste Johannes Brinkies innerhalb von vier Minuten zweimal gegen Christian Kühlwetter klären (14./17.). Auch als sich ein abgewehrter Eckball auf die Latte des FSV-Gehäuses senkte, lag das 0:2 in der Luft (22.).

Bezeichnend: Bei einem Eckenverhältnis von 0:7 und einigen im Vorwärtsgang verstolperten Bällen gab es Mitte der ersten Halbzeit vereinzelte Pfiffe der FSV-Anhänger. Nach der überraschenden Trinkpause von Schiedsrichter Koslowski fingen sich die Schwäne. Erst tauchte Gerrit Wegkamp nach Frick-Flanke zum Kopfball ab und zwang Lennart Grill im Tor der Roten Teufel zur Parade (34.). Dann scheiterte Fabio Viteritti nach schönem Doppelpass mit Gerrit Wegkamp aus spitzem Winkel am Gäste-Schlussmann (39.).

Ausgerechnet in ihrer bis dahin stärksten Phase fingen sich die Zwickauer unglücklich das 0:2 ein. Als Timmy Thiele nach einem schnell ausgeführten Freistoß den Ball nach innen flankte, landete der Rettungsversuch von Ali Odabas im Tor (41.). Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete: mit einem Tor für Lautern. Nach dem zweiten Treffer von Timmy Thiele (53.) schienen die Messen gelesen.

Zum Hoffnungsträger für Zwickau schwang sich ausgerechnet der von Kaiserslautern ausgeliehene Elias Huth auf. Er bereitete kurz nach seiner Einwechslung zunächst über die rechte Seite den Anschlusstreffer von Fabio Viteritti (69.) vor und traf nach dem vierten Treffer der Gäste durch deren Torjäger Florian Pick (71.) selbst. Dabei nutzte er die Eingabe des ebenfalls eingewechselten Morris Schröter per Kopf zu seinem ersten Pflichtspieltreffer im FSV-Trikot (72.). Auch am dritten Zwickauer Tor war Elias Huth beteiligt. Nachdem ihn der Gästetorwart im Luftkampf abgeräumt hatte, verwandelte René Lange den fälligen Elfmeter sicher (87.). Die Hoffnung der FSV-Anhänger auf einen späten Ausgleich wie im Vorjahr machte Christian Kühlwetter in der 90. Minute zunichte. Nach einem Fehler von Maurice Hehne traf er zum 5:3.

Statistik

Zwickau: Brinkies - Hehne, Handke, Odabas (57. Schröter) - Lange, Frick (V), Reinhardt, Viteritti (81. Jensen/V), Godinho - Wegkamp (61. Huth), König.

Kaiserslautern: Grill (V) - Hercher, Matuwila, Sickinger (V), Schad (V) - Bachmann (V), Pick (90. +2 Hemlein/V), Kühlwetter, Kraus, Starke (V; 84. Fechner) Thiele (90. Hainault).

SR: Koslowski (Berlin). Zu.: 6805. Tore: 0:1 Thiele (7.) , 0:2 Odabas (Eigentor/41.), 0:3 Thiele (53.), 1:3 Viteritti (69.), 1:4 Pick (71.), 2:4 Huth (72.), 3:4 Lange (Elfmeter/87.), 3:5 Kühlwetter (90.).

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