Zwickau schnappt sich den letzten Dreier der Saison - am Ende starker Siebter

Zwickau.

Wenn zwei Mannschaften am letzten Spieltag jenseits von Gut und Böse sind, dann bekommt man entweder ein Fußballfest mit vielen Toren zu sehen - oder das, was der FSV Zwickau und Preußen Münster beim 2:0 vor eher enttäuschender Kulisse von 5849 Zuschauern in Halbzeit eins lieferten. Den Fans der Rot-Weißen war es herzlich egal, zumal es am Ende doch für einen völlig verdienten Sieg reichte. Mit einem Fanmarsch von der Innenstadt zum Stadion hatten mehr als 800 Anhänger ihre Mannschaft schon vor der Partie gefeiert, auch nach dem Abpfiff ging die Party munter weiter.

Eine Großchance für beide Teams, das war die Bilanz der lahmen ersten Hälfte. Die für Zwickau hatte Lion Lauberbach in der 31. Minute, als er allein auf Gästekeeper Oliver Schnitzler zulief, der dem Stürmer den Ball vom Fuß pflückte. Fünf Minuten später musste FSV-Torhüter Johannes Brinkies bei einem Schuss von Niklas Heidemann mit dem Fuß klären.

Nach der Pause wurde es etwas lebhafter, was vor allem an den Hausherren lag, die entschiedener auf die Führung drängten. Erneut Schnitzler, eigentlich die Nummer 2 im Tor der Preußen, rettete kurz nach dem Seitenwechsel gegen den allein vor ihm stehenden Mike Könnecke. Später scheiterte Davy Frick mit einem Versuch. In der 73. Minute konnte Schnitzler bei einer weiteren FSV-Chance den Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Doch zwei Minuten später machte Zwickaus Altmeister im Sturm wieder einmal Nägel mit dem Kopf: Nach Flanke von Alexandros Kartalis beförderte der freistehende Ronny König die Kugel ins Tor.

Emotionaler Höhepunkt dann die Auswechslung von FSV-Kapitän Toni Wachsmuth, der vom Spieler zum Sportdirektor der Rot-Weißen aufsteigt und mit Sprechchören und Standing Ovations gefeiert wurde. Zwar warf Münster danach noch einmal alles nach vorn, doch die Gastgeber ließen sich die Punkte nicht mehr nehmen. Stattdessen gelang dem gerade eingewechselten Kevin Hoffmann in der Nachspielzeit nach Flanke von Könnecke sogar noch das 2:0. Zwickau holte mit dem Sieg Platz 7 in der Endabrechnung - dank eines um vier Tore besseren Torverhältnisses gegenüber Münster.

Dramatik im Abstiegskampf gab es zeitgleich auf vier anderen Plätzen. Seit wenigen Minuten steht fest: Neben dem VfR Aalen, Fortuna Köln und Lotte muss (wegen eines einzigen Tores zu wenig!) Energie Cottbus absteigen - ein lukratives Ostderby weniger für Zwickau. Dafür kommt allerdings der 1. FC Magdeburg wieder aus der 2. Bundesliga herunter. (sf)

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