Flöhaer dreht noch einmal auf

Während Rico Vetter seine Rennmaschine einmottet, holte sie Marcus Kehr nach langer Wettkampfpause wieder aus der Garage. Ein Comeback für die Ewigkeit ist sein Engagement allerdings nicht.

Börnichen/Flöha.

Nach der Bilanz der Saison 2016 gefragt, ist sich Rico Vetter nicht gleich im Klaren, wie er die Ergebnisse der letzten Monate einschätzen soll. "Es war eine anstrengende und aufregende Saison mit Höhen und Tiefen. Aber Motorsport ist und bleibt mein Ding", sagte der 32-jährige Pilot. Zum Saison-Halali auf dem Frohburger Dreieck lief es für den Mittelsachsen aus dem Oederaner Ortsteil Börnichen noch einmal richtig gut. In den beiden Rennen der Supersport 600 fuhr Vetter mit seiner Kawasaki ZX6R auf die Plätze 5 und 4. Und bei den Rennen der Nationalen Deutschen Langstreckenmeisterschaft klettere er in seiner Klasse regelmäßig aufs Podest, bei einem Lauf der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) wurde der Mittelsachse Zwölfter. Damit konnte der Straßenrennsportler durchaus zufrieden sein. Doch leider lief 2016 nicht alles so rund, denn Vetter kam nicht verletzungsfrei über die Runden. Einmal hatte es ihn am Fuß erwischt, zuletzt zog sich Vetter bei Testfahrten in Most eine Verletzung der linken Hand zu. Deshalb musste der Pilot mehrere geplante Starts absagen. So fiel die Teilnahme am Lauf des Alpe-Adria-Cups in Most ebenso ins Wasser, wie der avisierte Auftritt bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Oschersleben. "Sicherlich lief es nicht optimal, aber mit meinem Team macht es mir sehr viel Spaß", sagte Vetter. Deshalb werde er mit seinen Schraubern Maik Vetter, Daniel Flemming, Dirk Treter und Rene Guse auch im kommenden Jahr auf den Rennstrecken unterwegs sein. "Auf die Truppe ist Verlass, ihnen gilt ein herzlicher Dank", sagte der Rennsportler. Im kommenden Jahr strebt er vor allem Gaststarts beim Alpe-Adria-Cup sowie der IDM an.

Während Rico Vetter nach seinen beiden Rennen Ende September auf dem Frohburger Dreieck seine Rennmaschine für dieses Jahr in die Garage geschoben hat, holte ein anderer Pilot sein Enduro-Zweirad an die frische Luft, um damit am deutschen Meisterschaftslauf in Streitwald teilzunehmen. Marcus Kehr hatte nach zweijähriger Pause wieder am Gasgriff gedreht, fuhr in der Klasse E 2 auf den vierten Rang und wurde im Championat Zehnter. Dabei lag der Flöhaer vor der letzten Sonderprüfung in seiner Klasse noch auf dem Bronzerang, musste dann aber wegen diverser Unkonzentriertheiten zweimal unfreiwillig absteigen. "Ich habe gemerkt, dass auf der letzten Runde die Konzentration nachgelassen hat. Das hat mich dann den Podestplatz gekostet", sagte der 33-Jährige Enduroexperte, der in seiner Karriere mehrmals nationaler Meister wurde und bei Weltmeisterschaften regelmäßig unter die Top Ten fuhr. Allen Mutmaßungen, dass Kehr nun wieder regelmäßig an den Start geht, erteilte der Pilot jedoch eine klare Abfuhr. "Ich möchte in diesem Jahr bei ,Rund um Zschopau' am 22. Oktober mitfahren. Und um überhaupt wieder ein Gefühl für den Wettkampf zu bekommen, bin ich in Streitwald mitgefahren", sagte Kehr. Zudem nutzte der Sherco-Händler das rund siebenstündige Meisterschaftsspektakel, um das 2017er Modell aus der französischen Motorradschmiede, eine 300 Kubikzentimeter Viertaktmaschine, zu testen.

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