Germania kocht Stahl weich

Die Mittweidaer Fußballer sind mit einem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Riesa in die Landesliga-Saison gestartet. Für das erste Tor in Sachsens Oberhaus sorgte ein Joker.

Mittweida.

Bei besten äußeren Bedingungen und vor stimmungsvoller Kulisse von 350 Fans hat Aufsteiger Germania Mittweida gegen den Vorjahressiebten Stahl Riesa einen verdienten 1:0-Auftaktsieg in der Fußball-Sachsenliga gefeiert. "Das war ein Wahnsinnsspiel", jubelte Trainer Uwe Schneider, der seinem Team eine geschlossen starke Leistung bescheinigte: "Die Mannschaft hat sich für die harte Trainingsarbeit der vergangenen sechs Wochen selbst belohnt", sagte der 57-jährige Coach.

Germania begann abwartend, während Riesa die Gastgeber sofort unter Druck zu setzen versuchte. In der 5. Minute musste der erfahrene Schlussmann Michael Schmidt bei einem Distanzschuss erstmals eingreifen. Ansonsten agierte die Mittweidaer Defensive hoch konzentriert. In der 12. Minute sorgte Mohanad Salim nach Eckstoß von Felix Ebert per Kopf für das erste Achtungszeichen vor dem Riesaer Tor.

In der Folge sahen die Zuschauer ein rassiges Spiel auf Augenhöhe. Nach 24 Minuten musste Nico Götze nach einem groben Foulspiel verletzt vom Platz. So tragisch das frühe Ausscheiden für den bis dahin starken Götze war, die Einwechslung von Christian Kuhl sollte sich später auszahlen. Der Ordnung im Mittweidaer Spiel tat der Wechsel keinen Abbruch. Bis auf ein Strafraumgewühl in der 30. Minute geriet der Aufsteiger kaum in Gefahr. In der 44. Minute lag sogar die Führung in der Luft: Nach Freistoß von Ebert kam Kevin Frieden im Strafraum zum Schuss, doch Riesas Torhüter Goldhammer verhinderte mit einer Glanzparade den Einschlag.

Die 2. Halbzeit begann mit einem gefährlichen Angriffszug der Gäste. Der schnelle Schröter setzte sich auf der Außenbahn durch und brachte den Ball in die Mitte. Zum Glück stand kein Abnehmer bereit, und so konnte die Germania-Abwehr diese heikle Situation klären. In der Folge gewann Mittweida zunehmend Spielanteile, die Riesaer Trainerbank wurde sichtbar unruhiger. In der 51. Minute flankte erneut Ebert auf Kuhl, der knapp neben das Tor köpfte. In der 59. Minute machte er es besser und schob nach einem verlängerten Einwurf aus kurzer Distanz zum umjubelten 1:0 ein.

Germania blieb auch in der Folge das bessere Team und hatte bei einem Schuss von Hannes Ryssel aus spitzem Winkel die nächste gute Gelegenheit. Die Ausgleichsbemühungen der Stahl-Elf wurden zumeist schon im Mittelfeld erfolgreich bekämpft. Riesa lief nun die Zeit davon. Germania verpasste es aber, den Sack zuzubinden. In der 81. Minute trudelte der Ball nach einem Pressschlag von Christoph Antal in Richtung Torlinie, doch der Riesaer Torwart lenkte den Ball mit einem Hechtsprung noch zur Ecke.

Auch die Schlussphase überstanden die Mittweidaer unbeschadet, sodass der erste Dreier in der Landesliga perfekt war. "Riesa hatte sicherlich die etwas bessere Spielanlage, doch wir über die 90 Minuten alles reingeworfen", so Germania-Trainer Schneider. "Der Sieg war aufgrund der 2. Halbzeit verdient."

Statistik Germania Mittweida: Schmidt - Götze (25. Kuhl), Rauthe, Hönig, Pietsch - Antal, Ebert (86. Wilsdorf), Ryssel, Salim (68. Hahn) - Frieden, Richter

Tor: 1:0 Kuhl (59.) - Schiedsrichter: Wehnert (Haselbachtal) - Zuschauer: 350

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