Germania schlägt sich achtbar

Die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida haben beim Spitzenreiter FC Grimma mit 0:2 (0:1) verloren. Der Trainer erkennt trotz der Niederlage einen Fortschritt bei seinem Team.

Mittweida.

Uwe Schneider brachte es am Sonntagnachmittag auf den Punkt. "Wir haben hier bei einem künftigen Oberligisten verloren", sagte der Trainer der Mittweidaer Landesliga-Fußballer nach der 0:2 (0:1)-Niederlage beim FC Grimma. Noch im gleichen Atemzug fügte er an, dass seine Mannschaft ein tolles Spiel gezeigt und "alle Vorgaben eingehalten hat, die ich ihr mit auf dem Weg gegeben habe". Dennoch: Die Niederlage geht für die Mittweidaer in Ordnung, darüber waren sich nach Abpfiff alle Beteiligten einig.

Spielerisch war der Tabellenführer dem Aufsteiger aus Mittelsachsen überlegen und mit zunehmender Dauer drückten die Grimmaer ihre Gäste immer mehr in die eigene Hälfte. Das beste Beispiel dafür war der Mittweidaer Kapitän Silvio Grötzsch: Er begann als einer der zwei Sturmspitzen (und setzte dabei durchaus Akzente in der Anfangsphase), rutschte im Verlauf aber bis ins defensive Mittelfeld und in der Schlussphase sogar bis in die Verteidigung zurück. "Er hat ein starkes Spiel gemacht und gezeigt, dass er wichtig für uns ist", so Schneider.

Grötzsch war es auch, der in der Anfangsphase für mächtig Wirbel sorgte und mit langen Läufen nicht nur für Lücken in der Grimmaer Abwehr, sondern auch für Entlastung der eigenen Defensive sorgte. Die Gäste hatten dadurch auch die erste Chance, doch Markus Pietsch verpasste einen Freistoß von Grötzsch haarscharf, sodass ihn Grimmas Torwart Jan Evers aufnehmen konnte. Der 34-Jährige, der jahrelang für Lokomotive Leipzig in der Regionalliga zwischen den Pfosten stand, war nicht amüsiert über die anfängliche Schlafmützigkeit seiner Vorderleute. Doch zu weiteren großen Mittweidaer Chancen kam es nicht - auch, weil die Grimmaer den Ball gut in ihren Reihen laufen ließen. Mitte der ersten Halbzeit musste Germania-Torwart Nico Kaiser erstmals eingreifen. Zunächst parierte er einen Versuch von Kevin Ruppelt, danach von Christoph Jackisch. Beim Pfostenschuss von Kevin Wiegner war der Mittweidaer Schlussmann, der ein souveräner Rückhalt war, aber machtlos. Doch der Ball sprang zurück ins Feld. Dennoch ging es nicht torlos in die Pause: Nachdem ein Grimmaer an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde, traf Jackisch per Strafstoß zum 1:0. "Leider haben wir es auf der Seite nicht immer gut verteidigt", so Schneider.

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Spielverlauf nichts. Die Grimmaer versuchten nun, über Tempoläufe und schnelle Pässe in die Spitze zum Erfolg zu kommen. Im Abschluss zeigten sie allerdings nicht die Effektivität eines künftigen Oberligisten. Die größten Chancen hatte Wiegner, der einmal per Kopf an der Latte und später an Torwart Kaiser scheiterte. "Leider fehlte uns in der Schlussphase die Kraft, um nach vorn etwas zu kreieren", sagte Mittelfeldspieler Christoph Antal. Als es sein Team in der 90.Minute doch noch einmal versuchte, machte Georgios Paschos per Konter mit dem 2:0 alles klar.

"Im Vergleich zur Hinrunde sehe ich eine positive Entwicklung bei der Mannschaft. Damals haben wir solche Partien höher verloren", sagte Uwe Schneider. "Wir hatten hier das letzte Aufgebot am Start und die Jungs haben Moral gezeigt." Allerdings werden die Verletzungssorgen nicht kleiner. Tommy Uhlig und Philipp Krasselt wurden mit Fußverletzungen ausgewechselt, Christoph Antal musste ebenfalls verletzt runter. Schneider hofft, dass einige Akteure von der Verletztenliste bis zum Heimspiel gegen Olbernhau am Sonntag wieder zur Verfügung stehen.

Statistik Mittweida: Kaiser - Pietsch, Hönig, Salim, Weinert - Grau, Ryssel, Antal (71. Teichgräber), Krasselt (83. C. Schmidt), Grötzsch, Uhlig (18. Wilsdorf) - Tore: 1:0 Jackisch (39./FE), 2:0 Paschos (90.) - Schiedsrichter: Leonhardt (Pirna) - Zuschauer: 162

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