Gerüstet für Bonusspiel

In der 1. Runde des Fußball-Sachsenpokals empfängt der SV Lichtenberg am Sonnabend Budissa Bautzen. Der BSC Freiberg hat am Sonntag eine nicht ganz so interessante Hausaufgabe.

Lichtenberg/Freiberg.

Für die Fußballer des SV Lichtenberg beginnt am Samstag wieder der Ernst - ins Grübeln kommt Manuel Kluge deshalb aber nicht. "Das ist sicher eines der einfacheren Spiele für uns in dieser Saison", sagt der Trainer des Landesklasse-Aufsteigers. Denn gegen den FSV Budissa Bautzen, der in der 1. Runde des Sachsenpokals in Lichtenberg aufläuft, können Kluges Männer eigentlich nur gewinnen. Bautzen sei als langjähriger Regionalligist natürlichklarer Favorit, "und wir sind der krasse Außenseiter". Dass die Lausitzer nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost die Oberliga übersprungen haben und ihren Neuanfang zwei Klassen tiefer in der Sachsenliga starten, spielt für Kluge dabei keine Rolle. Der Name Budissa Bautzen ziehe auf jeden Fall: "Das ist ein richtig attraktiver Gegner", sagt der 29-Jährige.

Und für seine Spieler ist es die Belohnung für die Leistungen der vergangenen Saison, als der SVL die Mittelsachsenliga dominierte und mit sechs Punkten Vorsprung Meister wurde, sowie in der Vorbereitung. "Das ist ein absolutes Bonusspiel für uns", so Kluge. Aber auch für den ganzen Verein und die Zuschauer sei die Partie eine schöne Sache: Vielleicht kommen ja 400 oder gar 500 Zuschauer, hofft der SVL-Coach auf eine stattliche Kulisse im ersten Pflichtspiel der Saison.

Gerüstet sei die Mannschaft auf jeden Fall - "auch wenn wir noch nicht ganz bei 100 Prozent sind", sagt Kluge. Trotz der nicht so überzeugenden Testspielresultate (1:7, 2:2, 1:4) könne er der Truppe zuletzt deutliche Fortschritte bescheinigen: "Wir sind auf einem guten Weg."

Personell kann der Lichtenberger Trainer am Sonnabend fast aus dem Vollen schöpfen. Einige Akteure des 16-Mann-Kaders haben aber noch Trainingsrückstand, zudem fehlen mit Toni Kokott und Michel Drechsel (beide Urlaub) zwei Stammspieler. Ein weiterer Leistungsträger wird dagegen überhaupt nicht mehr spielen - spielen können: Sebastian Zahn, der sich in der Vorsaison erneut das Kreuzband gerissen hatte, wird seine Karriere beenden. "Das ist ein sehr großer Verlust", sagt Kluge. Zahn, der im Nachwuchsbereich bei Dynamo Dresden spielte, sei einer der besten Offensivspieler im Kreis.

Der 27-Jährige will die Mannschaft zumindest an der Seite unterstützen: Zahn wird neben Heiko Kluge zweiter Co-Trainer. Und der Lichtenberger Chefcoach fordert am Samstag ab 15 Uhr von seinen Männern vor allem eines: dass sie kämpferisch von Anfang an dagegen halten, sagt Manuel Kluge. "Wir wollen vom ersten Zweikampf an den Schulterschluss mit den Fans."

Ebenfalls Heimrecht hat der BSC Freiberg in der 1. Runde des Sachsenpokals. Die Freiberger empfangen am Sonntag, 15 Uhr, den Hainsberger SV auf dem Platz der Einheit. Man nehme es, wie es kommt, sagt BSC-Spielertrainer Rico Thomas zum nicht ganz so attraktiven Pokallos. Nachdem die Freiberger im Vorjahr mit Großenhain (3:0) und Rapid Chemnitz (2:0) zwei Sachsenligisten ausschalteten und dann Regionalligist Bischofswerda empfingen (1:3), geht es nun gegen einen Konkurrenten aus der Landesklasse Mitte.

Die Freitaler waren in der alten Saison mit 44 Punkten auf Platz 3 eingekommen - 13 Zähler hinter Meister BSC (57). Hainsberg sei aber definitiv eine harte Nuss, sagt Thomas, auch wenn sein Team zuletzt beide direkten Duelle gewinnen konnte (2:1, 5:2). Aber vielleicht sei das Los ja gar nicht so schlecht, sagt der Freiberger Coach: Da die Hainsberger in der neuen Serie auf jeden Fall wieder zu den Kandidaten im Kampf auf den Staffelsieg gehören, "wissen wir jetzt gleich, wo wir stehen."

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