HSG gibt Spiel aus der Hand

Die Freiberger Handballer haben in der Mitteldeutschen Oberliga bei der HGKöthen 26:31 (13:12) verloren. Dabei hatten die Gäste zwischenzeitlich klar geführt.

Freiberg.

Die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg müssen weiter auf ihren ersten Auswärtssieg in Köthen warten. Nach drei Siegen in Folge mussten die Bergstädter am Samstagabend bei der HG 85 Köthen mit 26:31 (13:12) am Ende als klarer Verlierer vom Parkett und bleiben mit 21:17 Punkten auf Platz 6 der Mitteldeutschen Oberliga. Tabellennachbar Köthen, der im Hinspiel in Freiberg noch mit 22:34 unter die Räder gekommen war, schloss damit wieder zu den HSG-Männern auf.

An der zweiwöchigen Spielpause habe es diesmal auf keinen Fall gelegen, schloss HSG-Trainer Alexander Matschos aus. "Wir waren sofort gut drin im Spiel." In den ersten 30 Minuten konnten die Freiberger nahtlos an den gelungenen Test in Zwickau (43:35) anknüpfen. "Die 1.Halbzeit war gut. Allerdings müssen wir zur Pause deutlich klarer führen als nur mit einem Tor", ärgerte sich Matschos.

Zu Beginn der Partie prägten vor allem beide Abwehrreihen samt Torhüter das Geschehen in der altehrwürdigen Heinz-Fricke-Sporthalle. Nach neun Minuten leuchtete nur ein 2:2 an der Anzeigetafel auf. Als die Gäste ihre Wurfauswahl verbesserten und mehr hoch als flach warfen, gelang es der HSG, innerhalb von drei Minuten mit drei Toren in Front zu ziehen. Felix Kem- pe (2) und Martin Schettler sorgten für ein 5:2 (12.), kurz darauf waren es sogar vier Treffer plus (8:4/17.).

Bis kurz vor der Pause konnten die HSG-Dachse die Gastgeber auf Distanz halten (13:10/28.), ehe Köthen durch zwei schnelle Tore des überragenden Steven Just noch den Anschluss schaffte. Der Rechtsaußen traf insgesamt 15-mal und war damit fast für die Hälfte aller Tore seiner Mannschaft verantwortlich. Trotz der bis dahin guten Vorstellung seiner Mannschaft bemängelte Spielertrainer Matschos die Chancenverwertung: "Wir haben Köthen wieder ins Spiel kommen lassen."

So entwickelte sich nach der Pause vor knapp 350 Zuschauern ein emotional sehr aufgeladenes Match. Der herausragende Benjamin Wolf brachte die HSG wieder mit zwei Toren in Front (14:12, 15:13). Aber wie schon gegen Ende der ersten 30 Minuten taten sich die Freiberger mit der auf 5:1 umgestellten Abwehr der Gastgeber sehr schwer und mussten sich jedes Tor hart erarbeiten.

Trotzdem verteidigten die Gäste ihren Vorsprung bis zur 41. Minute mit viel Kampf und Einsatz (17:15). Ausgerechnet in Überzahl verschenkte die HSG dann aber den schwer erkämpften Vorsprung: Köthen führte plötzlich 18:17. Der starke Rechtsaußen Wolf ließ die Freiberger nochmals kurz von zwei Punkten träumen (19:18/46.). Das war jedoch die letzte Führung der HSG. Die körperlich starken Anhaltiner machten Druck und drehten das Spiel endgültig zu ihren Gunsten. Drei einfache Gegentore in Folge zum 20:23 aus Freiberger Sicht machten alle Hoffnungen auf einen Auswärtssieg beim alten Rivalen zunichte. Köthen war nun klar im Vorteil und ließ in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen.

Eine Kraftfrage sei es am Ende nicht gewesen, analysierte Alexander Matschos - obwohl der erste Sechser auf dem Feld lange durchspielte. "Wir haben im Angriff die falschen Entscheidungen getroffen", sagte der HSG-Coach. Zudem haben diesmal die Tore aus dem Rückraum gefehlt. Als Rückschlag wertete der Spielertrainer, der neben Björn Richter (verletzt) und Miroslav Jahn (Aufbautraining) auch auf Dominik Gelnar (krank) verzichten musste, die Partie aber keinesfalls. "Es war einfach wieder mal ein Spiel, in dem es am Ende nicht so lief."

StatistikHSG Freiberg: Meinicke, Hensel; Lehmann (2), Wolf (11/6), Meinecke (1), Schettler (3), Neumann, Kempe (5/1), Matschos, Rabe, Harvan (1), Jehmlich, Werner, Rom (3) Siebenmeter: HSG 10/7, HG 5/3 - Zeitstrafen: HSG 4, HG 10 min - Schiedsrichter: Hempel/Tralles (Gera) - Zuschauer: 347


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