Im Angriff fehlt noch die Präzision

Für die Handballerinnen des SV Weißenborn ist die Saison gut los gegangen. Sie gewannen zu Hause gegen den TSV Dresden 29:24. Dabei mussten sie aber ständig mit einem großen Handicap leben.

Weißenborn.

Ralf Hallas, der Sportkoordinator des SV Rotation Weißenborn war zufrieden. "Unsere Mannschaft hat gegenüber dem Pokalspiel eine klare Reaktion gezeigt, präsentierte sich spürbar leistungsverbessert und hat verdient gewonnen", fasste Hallas nach dem 29:24 (15:12) Heimsieg der Weißenborner Verbandsligahandballerinnen gegen den TSV Dresden zusammen.

Dabei mussten sich die Gastgeberinnen von der ersten Minute an einer besonderen taktischen Maßnahme der Dresdnerinnen erwehren. Denn sie verpassten mit dem Anpfiff der Spielmacherin Julia Uhlemann eine Sonderbewachung. "Ich hatte mit einer solchen Variante durchaus gerechnet, aber niemals gedacht, dass der TSV sofort damit beginnen würde", sagte Rotation-Trainerin Kornelia Kowalczyk. Immerhin hatte sich Weißenborn darauf vorbereitet und entsprechend trainiert. Dennoch konnte Rotation zunächst nicht wie gewünscht aufdrehen (4:4). "Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit unsere Probleme, warfen oft zu schlecht und die gegnerische Torhüterin berühmt", kritisierte die SV-Übungsleiterin insbesondere die Angriffsleistung ihrer Damen. Dennoch gelang es den Gastgeberinnen, sich über die Station 10:6 auf 13:8 abzusetzen und mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine zu gehen. Dieser schmolz nach dem Wechsel zunächst wieder (16:14), doch dann läuteten die Weißenborner Frauen die vorentscheidende Phase ein. Der Vorsprung wurde auf 21:14 ausgebaut. In diesem Abschnitt profitierte Weißenborn zweifellos auch davon, dass sich die Dresdnerinnen einige Zeitstrafen einhandelten und dadurch die personenbezogene Bewachung von Julia Uhlemann nicht immer durchgezogen werden konnte. "Dadurch ergaben sich für uns im Angriff viel mehr Möglichkeiten und Räume", berichtete die Trainerin. Schließlich lag Rotation 25:19 vorn und hatte spätestens beim Stand von 29:21 die Fronten geklärt.

Trotz des letztlich deutlichen Sieges und der nachgewiesenen Steigerung gegenüber der Pokalbegegnung der Vorwoche sah Kornelia Kowalczyk noch genügend Steigerungspotenzial für ihr Team. "Natürlich freue ich mich darüber, dass wir erfolgreich in die Punktspielsaison gestartet sind. Wir hatten aber das gesamte Spiel über Probleme mit dem Werfen und leisteten uns viel zu viele technische Fehler. Es gibt also noch viel zu tun", sagte die Übungsleiterin.

Statistik SV Rotation Weissenborn: Groß, Giesa, Zeller (9/3), Kulies (8), Vogelgesang (2), Röder, Lorenz, Israel, Ludewig-Hermsdorf (3), Uhlemann (2), Krille, Tobis, Küttner, Ebner (5)

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