Junge Dachse in Lauerstellung

Die C-Jugend der HSG Freiberg mischt in der Handball-Sachsenliga ganz vorn mit. Dabei ist die Liga für viele Neuland.

Freiberg.

Eigentlich könnten sich die C-Jugend-Handballer der HSG Freiberg schon ein wenig zurücklehnen. Denn mit dem jüngsten 25:23-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig haben die jungen HSG-Dachse die Punktebilanz aus der Vorsaison jetzt schon übertroffen: 10:4 Punkte stehen nach sieben Spielen zu Buche, im Vorjahr waren es am Saisonende 8:24 Zähler. "Es läuft absolut super, die Jungs spielen bislang eine sehr gute Saison", hat Trainer Frank Eichhorn allen Grund zum Strahlen.

Dabei hatte ein Großteil der Truppe, die Eichhorn mit Gerd Braune betreut, Neuland betreten. In der Saison 2017/18 spielte das Team noch in der D-Jugend-Bezirksliga, holte sich dort mit makelloser Bilanz von 24:0 Punkten den Titel. Auch in der Qualifikation zur Sachsenliga habe sich das Team gegen Chemnitz-Rottluff, Limbach-Oberfrohna und Hoyerswerda souverän durchgesetzt, so Eichhorn, und sei nun in der Liga angekommen.

In der Tabelle rückten die HSG-Jungen auf Platz 3 - in Lauerstellung zum Nachwuchs der Zweitligisten aus Dresden und Aue, die das Klassement anführen. Einziger Wermutstropfen sei die knappe Niederlage gegen die NSG Aue gewesen, so Eichhorn. 19:20 zogen seine Schützlinge den Kürzeren. "Das war unsere beste Saisonleistung, aber wir haben uns leider nicht belohnen können", bedauert der 40-Jährige.

Aber Platzierungen sind für den früheren Kreisspieler, der bei der HSG in der Regionalliga und der Oberliga Sachsen am Ball war, ohnehin zweitrangig. Er möchte das Team voranbringen und spielerisch weiterentwickeln. "Für viele ist es eine ganz neue Aufgabe, alle müssen viel mehr Verantwortung übernehmen", betont Eichhorn. Seit der E-Jugend trainiert der gelernte Fußbodenleger die Mannschaft zusammen mit dem 68-jährigen Gerd Braune. "Es macht viel Spaß mit den Jungs", sagt Eichhorn. Sowohl bei den drei wöchentlichen Trainingseinheiten als auch bei den Spielen seien alle mit Elan und Ehrgeiz dabei. Gegen die DHfK demonstrierten sie zudem Nervenstärke: Die HSG-Dachse legten zwar meist vor und führten sogar 18:13. Zwei Minuten vor Schluss stand es aber nur noch 24:23. Louis Bartzsch sicherte per Siebenmeter den Sieg und war mit 14 Treffern auch bester Werfer. Aber Eichhorn hebt niemanden hervor: "Jeder ist für das Team wichtig und jeder auch immer für die Mannschaft da."

Mit Oelsnitz (5.) und Spitzenreiter HC Elbflorenz hat die HSG nun gleich die nächsten harten Nüsse zu knacken. Am Ende möchte er mit der jungen Truppe natürlich so weit vorn wie möglich landen, sagt der Übungsleiter. Welcher Platz es wird, ist aber, wie gesagt, egal - wenn nur die Leistung stimmt.

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