"Kurzarbeiter" entscheidet die Partie

Großwaltersdorf/Eppendorf hat ein umkämpftes Match in Oederan 2:1 gewonnen. Die Gastgeber trauerten dagegen ihren vergebenen Chancen nach.

Oederan.

Dirk Sarodnik, der Chef des TSV Großwaltersdorf/Eppendorf, hatte die Erwartungen vor dem Spiel seiner Truppe beim Oederaner SC nicht zu hoch geschraubt. "Wenn wir mit unserer heutigen Aufstellung hier einen Punkt mitnehmen könnten, wäre ich zufrieden", sagte Sarodnik. Am Ende waren es nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg des Vizemeisters sogar drei Zähler, die der ersatzgeschwächte TSV mit nach Hause nehmen konnte. Ob dieses Resultat den Spielanteilen tatsächlich gerecht wird, sei dahingestellt. Fußball ist ein Ergebnissport.

Den Gästen spielte es in die Karten, dass sie zügig zwei Tore vorlegten. Doppeltorschütze Kevin Lorenz traf in der 13. und 20. Minute. Dabei hatte der 27-Jährige vier Wochen aufgrund von Leistenbeschwerden nicht trainiert. "Ich habe mich wegen der angespannten Personalsituation bereit erklärt, zu spielen", sagte der Eppendorfer, der seit 20 Jahren in seinem Heimatort kickt. Zusätzlich motiviert war der Mittelfeldspieler, da sein Lieblingsverein Borussia Dortmund am Samstag in der Bundesliga klar gewonnen hatte. "Ich bin auch deshalb angeschlagen aufgelaufen, weil wir eine richtig geile Truppe sind", so Lorenz.

Nachdem er seinen Doppelpack geschnürt hatte, nahm ihn Trainer Robert Hohlfeld bereits nach einer halben Stunde wieder vom Platz. "Es ging wirklich nicht mehr. Aber ich hatte ja meine Aufgaben erfüllt", grinste "Kurzarbeiter" Lorenz.

Oederan verfiel jedoch nicht in eine Schockstarre, sondern übernahm nun die Hoheit im Mittelfeld. Die Gastgeber erarbeiteten sich Chancen, die aber ungenutzt blieben. Allein Björn Jäkel hatte gleich mehrere aussichtsreiche Versuche, die alle fehlschlugen. Großwaltersdorf war in der Offensive nicht mehr zu sehen. Zur Pause führte so nicht unbedingt die bessere, aber die effektivere Mannschaft.

Nach dem Seitenwechsel war es Florian Tschentscher, der den Großwaltersdorfer Schlussmann Ralph Schreiber prüfte. Nach einer Stunde konnte sich Jäkel dann doch noch in die Torschützenliste eintragen: Er traf zum 1:2. Oederan versuchte nun, wenigstens ein Remis zu retten, kam in der gefährlichen Zone aber nicht zum Zug. In der Schlussphase kochten die Emotionen hoch. Kurt Reichelt musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb/Rot vom Platz. Zum Glück kühlten die Gemüter bei heißen Temperaturen rechtzeitig wieder ab.

"Wir waren über die gesamte Spielzeit das bessere Team und hatten die klareren Chancen, die wir aber fahrlässig vergeben haben. Dafür standen wir in der Abwehr zweimal schlecht und wurden eiskalt bestraft", sagte der Oederaner Trainer Nils Hähner. Er hatte sich zum Saisonauftakt mit seinem Team mehr vorgenommen. "Natürlich ist diese Niederlage für uns eine Enttäuschung."

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