Licht und Schatten für Brander

Sommerbiathlon: Keine nationalen Titelkämpfe

Brand-Erbisdorf.

Zwar dürfen auch die Sommerbiathleten aus Brand-Erbisdorf seit kurzem wieder im Freien trainieren, dennoch überwiegt bei Frank Anschütz (Foto) die Enttäuschung. "Die Saison ist im Prinzip abgehakt", sagt der Übungsleiter und Senior der Trainingsgruppe. Denn nicht nur die geplante Landesmeisterschaft Anfang Mai in Brand-Erbisdorf fiel aus, auch alle anderen Wettkämpfe in diesem Jahr seien vorerst abgesagt worden, erklärt der 64-Jährige - darunter die Deutschen Meisterschaften, die im September stattfinden sollten. Vor allem für die Motivation sei das natürlich schwierig, sagt Anschütz. "Unsere jungen Sportler hatten sich so viel vorgenommen."

Allen voran die beiden Vorjahresneuzugänge Anton Laudel (12) und Louis Ziebell (11). Der Brand-Erbisdorf Ziebell war in seiner Premierensaison Landesmeister seiner Altersklasse im Massenstart und gewann im Sprint Silber, Laudel wurde sächsischer Vizemeister im Sprint. Zudem konnte der junge Langenauer in der Trainingspause seine Schießleistungen deutlich verbessern, lobt Anschütz. Nachdem es gelungen sei, die technischen Weh-Wehchen zu beheben, lagen 49 von 50 Schüssen im Ziel. "Das hat bisher noch keiner geschafft." Mit seinen Schießzeiten von 30 Sekunden liege er jetzt schon im Bereich der besten deutschen Schüler, so der Trainer. Die noch bestehenden Differenzen im Athletikbereich sollte sein Schützling ebenfalls bald ausgleichen können - vor allem, wenn die nächsten Meisterschaften erst 2021 folgen.

Nun bereitet sich die sechsköpfige Trainingsgruppe der Schützengilde zu Brand - zu der neben Anschütz noch fünf Schüler und Jugendliche gehören - bereits langfristig auf die neue Saison vor. Auf die Hürde, dass die Verantwortlichen des Deutschen Schützenbundes für nächstes Jahr mehrere Altersklassen zusammengelegt haben, könne man sich so jedoch besser einstellen, sagt der Trainer. Die Jugendlichen starten künftig gemeinsam mit den Junioren in einer Wertung, die Senioren werden der nächstjüngeren Altersklasse zugeordnet. Schwierigkeiten mit der Einhaltung der coronabedingten Hygieneregeln gibt es auf dem Schießstand der Schützengilde an der Kohlenstraße nicht. Die Waffen sind personengebunden, durch die Sperrung jeder zweiten Bahn ist die Abstandsregelung gewährleistet. "Für unser kleines Team ändert sich im Training im Prinzip nichts", so Übungsleiter Anschütz. Die Brander Sportschützen dagegen müssen ihre Einheiten jetzt "in Schichten" absolvieren. (sb/fac)

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