Nachwuchs stößt sich nach vorn

Bei den Leichtathletik- Regionalmeisterschaften im Mehrkampf in Rochlitz haben auch Mittelsachsens Talente aufhorchen lassen. Zwei junge Sportler standen am Ende sogar ganz oben.

Rochlitz/Mittweida.

Tief durchgepustet haben am Samstag nicht nur die jungen Leichtathleten bei der Mehrkampf-Regionalmeisterschaft der Altersklassen U 12 und U 14. Auch die Betreuer und Organisatoren waren froh, als alle Wettkämpfe über die Bühne gegangen waren. Immerhin 196 Aktive aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Chemnitz waren ins Vater-Jahn-Stadion nach Rochlitz gekommen. Zudem hielt das Wetter bis zum Ende durch.

Eine Gewitterfront zog am Nachmittag an Rochlitz vorbei, sodass die Tartanbahn und die Weitsprunggruben trocken blieben. "Auch wenn es etwas stressig war - es war eine gelungene Meisterschaft", sagte Organisator Michael Sperling von der LG Mittweida. Dabei hatte der gesamte Wettkampf plötzlich auf der Kippe gestanden. "Die Fußballer befürchteten durch die Ballwurf-Wettbewerbe Löcher im Kunstrasen und wollten, dass die Meisterschaft abgesagt wird", sagte Sperling. Der Ballwurf ist eine Disziplin im Mehrkampf. Dazu kommen Sprint, Weitsprung und 800-Meter-Lauf.

Bei diesem abschließenden Wettbewerb benötigte Maik Metzler vom TSV Fortschritt Mittweida alle Stimmbänder, um seine Jungs nach vorn zu schreien. In der Altersklasse U 12 hatte sein Schützling Nick Meyer noch die Chance auf die Bronzemedaille, mit der es schließlich auch klappte - allerdings hauchdünn mit fünf Punkten Vorsprung. Sogar noch besser war Jonas Jäger vom VfA Rochlitzer Berg, der Zweiter wurde und ebenso wie Elia Schnetzler und Frieda Böhme von der LG Mittweida die Norm für den E-Kader schaffte. In eine Mannschaftswertung gingen die meisten Leistungen der mittelsächsischen Athleten nicht ein, da lediglich die LG Mittweida in der weiblichen Jugend und der Freiberger PSV im Fünfkampf der W 12 ein Quintett aufbieten konnten. "In einer Altersklasse fünf Starter aufzubieten, ist jedoch auch schwer", so Sperling. Die Teilnahme an den Regionalmeisterschaften sei allerdings wichtig für das Startrecht bei den Landesmeisterschaften.

Einigen Athleten aus dem Kreis gelang in Rochlitz sogar der Sprung aufs oberste Podest. Sebastian Grummt vom PSV Freiberg gewann in der Altersklasse U 14 Gold, nachdem er im 800-Meter-Lauf noch einen Rückstand von 56 Punkten aufholte. Am Ende gewann der 13-Jährige mit fünf Zählern Vorsprung die Goldmedaille. "Er hat eine Punktlandung hingelegt", sagte Trainer Frank Anschütz.

Im Lager des SSV 91 Brand-Erbisdorf liebäugelte Übungsleiter Jens Schlegel nach dem Fünfkampf von Pascal Wendisch ebenfalls mit einem Titel. Und er lag richtig: Sein Schützling wurde Regionalmeister in der AK 11 und ließ gleich vier Sportler des LV 90 Erzgebirge hinter sich. Zudem schaffte Suki Pfeiffer (W 11) die Kadernorm.

Von Einheit Bräunsdorf war nur eine kleine Delegation nach Rochlitz gereist. Enrico Heinrich fieberte mit seiner Tochter Marlene mit, die in der AK 10 Zwölfte wurde. "Durch das lange Wochenende hatten einige Athleten bei uns keine Zeit", sagte Heinrich.

Für Max Hammer vom TSV Medizin Wechselburg war der 800-Meter-Lauf zu kurz. "Ich bin längere Strecken gewohnt", sagte der 13-Jährige. Dennoch sei es wichtig, "dass er auch in anderen Disziplinen weiter aktiv ist", erklärte Trainerin Annika Fuhrmann. Sie bescheinigte ihrem Schützling solide Leistungen. Er wurde 19. und trumpfte am Sonntag wieder in seiner Paradedisziplin auf: Beim Zwickauer Stadtlauf gewann Max Hammer die 2,8 Kilometer und feierte seinen vierten Sieg in Folge beim Lichtenauer Sachsencup.

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