Nachwuchskorbjägerverwandeln Rüleinhalle in ihren Ballsaal

Im 12. Jugendcamp des ATSV Freiberg haben sich 40 junge Basketballer fit für die Saison gemacht. In den deutsch-tschechischen Teams gab es für beide Seiten viel zu lernen.

Freiberg.

Seit dem Wochenende läuft die Basketball-WM in China, und auch in der Freiberger Rüleinhalle bekamen Zuschauer die Trikots der Weltstars dieser Sportart zu Gesicht. In den Shirts drin steckten dann aber doch Sportler, die um einiges kleiner und vor allem ein ganzes Stück jünger waren als ihre großen Vorbilder. Der ATSV Freiberg hatte zu seinem 12. Jugendcamp geladen. Das war zusammen mit der Basket-Academy Louny im Rahmen der von der EU geförderten deutsch-tschechischen Basketballkooperation auch gleichzeitig das zweite Trainingslager mit den Nachbarn von der anderen Seite des Erzgebirges.

Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren trainierten so Samstag und Sonntag jeweils von morgens bis in den späten Nachmittag hinein in gemischten Teams ihre Würfe, Dribblings und vor allem auch das Passspiel. Angeleitet wurden die Nachwuchsbasketballer, die auf deutscher Seite in ein paar Wochen in ihre Meisterschaften starten, von den Spielern aus der 1. und 2. Herrenmannschaft, dem Damenteam und Trainern aus Tschechien. Michal Vacek aus Louny war begeistert von den guten Trainingsbedingungen vor Ort: "So ein tolle Halle hätte ich auch gern bei uns zuhause. Die Kooperation ist für beide Seiten super und die Kinder lernen nicht nur auf dem Feld, sondern auch im Sozialen viel dazu", sagte der 34-Jährige. Er spielt selbst in Most und fand, dass das Camp nach den Sommerferien genau zur richtigen Zeit kam, um die Jungen und Mädchen für die Saison fitzumachen. Jakub Klobusiak, der für die U-16-Mannschaft der Miners aufläuft, kennt diese Prozedur schon. Er ist seit neun Jahren im Verein und hat auch schon bei Camps in Tschechien teilgenommen. "Das spielerische Niveau unserer Gäste ist sehr hoch. Ich musste mich sogar gegen Jungs, die in Erstliga-Mannschaften spielen, behaupten", so der 14-Jährige. Mit jedem Camp würde er besser werden. Inzwischen hätten sich schon viele der Teilnehmer miteinander angefreundet.

Auch Tim Aubel, der sportliche Leiter der ATSV-Basketballabteilung, ist mit der Zusammenarbeit und der Entwicklung seiner Schützlinge zufrieden: "Das Camp wird beiderseits gut angenommen, auch wenn natürlich zwei Tage jetzt keinen Riesensprung bei den Leistungen verursachen." Daher liegt der Fokus eindeutig auf den Grundlagen der Sportart: "Werfen, Passen, sich auf andere Spieler einlassen, einfach neue Reize setzen - darum geht es. Und da es in der Halle an beiden Tagen ziemlich warm war, ist auch das Konditionstraining nicht zu kurz gekommen", sagt Aubel mit einem Lächeln. Selbst für einen Ausflug in die Kletterhalle nach Pockau-Lengefeld hätten die Kids noch Puste gehabt.

Pauline Ecke, die seit vier Jahren bei den Lady-Miners spielt und sich aktuell um die U-8- und U-6-Teams der Freiberger kümmert, sagte: "In jeder Altersklasse wird sich reingehängt. Wenn jemand schmollt oder freie Mitspieler zu oft übersieht, setze ich ihn aber auch auf die Bank." Nach dem Camp wolle sie mit ihren Kollegen die Weltmeisterschaft verfolgen. Dafür hätten sich die Kinder in ihrem Trainingseifer gar nicht interessiert.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...