Oldies erneut auf Torejagd

Die Ü-70-Fußballer des FSV Motor Brand-Erbisdorf haben beim Regio-Cup in Gröditz diesmal Platz 2 belegt. Ans Aufhören denkt noch keiner.

Brand-Erbisdorf.

Man sieht ihnen ihr Alter nach wie vor nicht an - schon gar nicht, wenn sie auf dem Rasen wirbeln: Die Alt-Herren-Fußballer des FSV Motor Brand-Erbisdorf sind auch in diesem Jahr erfolgreich beim Ü-70-Regio-Cup in Gröditz auf Torejagd gegangen. Zwar konnte das Team um Kapitän Richard Krüger (72) den im Vorjahr erkämpften Pokal nicht verteidigen, gab sich aber erst im Finale geschlagen und durfte die Heimreise als Zweiter antreten. "Damit sind wir sehr zufrieden, das ist ein genauso schöner Erfolg", so Krüger.

Denn das Turnier, das der Sächsische Fußballverband zum vierten Mal in Gröditz ausrichtete, war mit neun Mannschaften aus drei Bundesländern sehr gut besetzt. Neben Teams aus Sachsen, darunter einer Stadtauswahl aus Dresden und einer Auswahl der Lausitz, waren auch drei Vertretungen aus Berlin dabei. In den insgesamt acht Spielen über zehn Minuten gingen die Brander sechsmal als Sieger vom Platz, spielten einmal remis und mussten sich nur dem Turniersieger, dem SV Buchholz aus Berlin, geschlagen geben, berichtet Horst Beidatsch. "Damit sind wir sehr zufrieden - und es hat vor allem viel Spaß gemacht."

Der Zuger ist mit 68 Jahren nach wie vor das "Küken" der Truppe, in der zwei Spieler jünger als 70 Jahre sein dürfen. Der Regio-Cup, den der SFV seit 2016 in Gröditz veranstaltet, sei für die Mannschaft stets ein Höhepunkt. Dafür trainieren alle noch einmal wöchentlich, zur Vorbereitung bestritt das Team unter anderem Turniere in Leipzig und Dresden. In der Region sind die Kicker um Richard Krüger, der mit Motor Brand-Langenau einst in der DDR-Liga spielte, weit und breit das einzige Team dieser Altersstufe.

Trotz eines Durchschnittsalters von 72 Jahren denke noch keiner ans Aufhören, sagt Horst Beidatsch, der früher bei Union und Geologie Freiberg spielte. Der 5. Regio-Cup, der am 3. Oktober 2020 erneut im Stadion am Eichenweg in Gröditz angepfiffen wird, stehe schon im Terminkalender. So lange es geht, gehe man weiter auf Torjagd, so der frühere Professor für Wirtschaftsinformatik schmunzelnd. "Wir sind noch ganz gut dabei."

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