Peniger fährt weiter nach oben

Beim ersten Lauf zur Enduro-Europameisterschaft hat Edward Hübner das Podest knapp verpasst. In Italien unterlief ihm dabei ein kleines Missgeschick.

Penig.

Restlos zufrieden ist Edward Hübner mit seiner Vorstellung beim Auftakt der Enduro-Europameisterschaft nicht gewesen. Im italienischen Fabriano sprangen für ihn in der 250-Kubikzentimeter-Klasse ein 4. und ein 6. Platz heraus.

"Es war ein guter Start, doch vor allem den zweiten Tag hatte ich mir anders vorgestellt", gibt Edward Hübner offen zu. Um sich bestens auf den EM-Auftakt vorzubereiten, reiste Hübner bereits ein paar Tage eher an, um mit Nicolo Mori ein paar Trainingsrunden auf dem Gelände abzuspulen. Den in der Nähe lebenden Italiener kennt Hübner gut aus der gemeinsamen WM-Zeit beim Farioli-Support-Team. "Die Vorbereitung auf den Trainingsstrecken verlief optimal und ich konnte mich perfekt auf die italienischen Verhältnisse einstimmen." Der KTM-Fahrer setzte sich am ersten Tag mit Platz 4 in der stark besetzten Klasse über 250 ccm stark in Szene. Vor allem im Enduro-Test glänzte er in allen vier Runden mit jeweils Rang 2 hinter dem Sieger und schnellsten Fahrer des gesamten Wochenendes, dem Italiener Alessandro Battig. "Mit diesem Resultat war ich schon zufrieden, zumal das Podium in Reichweite war. Von daher war es mein Ziel, am zweiten Tag unter die besten Drei zu fahren", sagte er.

Doch dieses Vorhaben erhielt schon früh einen herben Dämpfer. "Im Enduro-Test wollte ich eine kleine Steinkante überspringen und bin mit dem Fuß von der Raste gerutscht, wie es immer einmal vorkommen kann. Nur leider bin ich dabei mit dem Ballen genau auf einen Stein geknallt." Dieser schmerzhafte Zusammenstoß beeinträchtigte ihn letztlich mehr, als ihm lieb war. "Ich konnte von da an nicht mehr ganz so frei agieren, wie ich es mir gewünscht hätte", sagt Hübner, der letztlich mit dem 6. Platz vorliebnehmen musste. "Schade, denn ich wäre sehr gern aufs Podium gefahren."

Hübner bewies bereits im März beim Auftakt zur Deutschen Enduro Meisterschaft im Tiefsand seine Klasse und gewann. Doch in Fabriano, das malerisch eingebettet in den Ausläufern der Apenninen in Mittelitalien liegt, waren die Bedingungen komplett andere. Warme Temperaturen, eine Strecke mit gefühlten Millionen von Steinen und drei verschiedene Sonderprüfungen erwarteten die Teilnehmer. "Ganz fremd sind mir die dortigen Gegebenheiten allerdings nicht. Ich wusste schon in etwa, was auf mich zukommt, da ich in Fabriano meinen letzten WM-Lauf bestritt, bevor ich mir meine schwere Fußverletzung zuzog", sagt Hübner. Er musste allerdings erkennen, dass bei den Sonderprüfungen, im Gegensatz zur vorigen Jahren, erheblich abgespeckt wurde. "An den Enduro-Test konnte ich mich noch genau erinnern. Er begann im Tal und führte über eine Talverschneidung bis hoch auf einen Berg. Dieser war jetzt allerdings um rund die Hälfte kürzer." Drei Kilometer auf 400 Höhenmeter verteilt war dennoch eine ordentliche Herausforderung, ganz im Gegensatz zum Extrem-Test. "Der war diesmal einfach nur ein kurzer Cross-Test mit zwei harmlosen Steinfeldern und drei Baumstämmen", sagt Hübner leicht enttäuscht. Er hatte dort auf mehr Anspruch gehofft. Dafür wurde der Cross-Test seinem Namen vollauf gerecht. Auf einer Bergkuppe schlängelte sich dieser mit weiten Kurven und breit gesteckt über eine hängende Wiese.

Das Podest will er nun beim nächsten Lauf anpeilen. Dieser findet in einem Monat im rumänischen Bacau statt und ist bekannt für sein anspruchsvolles Gelände und seine knackigen Sonderprüfungen. Es ist genau Hübners Geschmack.

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