Primus im Erzgebirge gestoppt

Der SV Mulda hat dem TSV Großwaltersdorf/Eppendorf ein 3:3 abgetrotzt. Dabei war der Punktgewinn für den Spitzenreiter der Fußball-Mittelsachsenliga sogar glücklich.

Mulda.

Dem Tabellenführer der Fußball-Mittelsachsenliga, dem TSV Großwaltersdorf/Eppendorf, ist es am Samstag nicht gelungen, im Kampf um die Meisterschaft richtig vorzulegen. Denn die Mannschaft von Trainer Robert Hohlfeld musste sich beim SV Mulda vor knapp 100Zuschauern mit einem 3:3 (1:3) begnügen. Nach dem Abpfiff zeigte sich der TSV-Coach über das Resultat gar nicht so sehr enttäuscht. "Nach dem Spielverlauf zu urteilen, kann ich mit dem Unentschieden leben", sagte Hohlfeld, der dennoch Grund zur Kritik hatte. "Meine Mannschaft hat heute Fehler gemacht, die ich von ihr gar nicht gewöhnt bin."

Dabei begann aus Sicht des Tabellenführers alles nach Plan. Nach einer Viertelstunde traf Kevin Lorenz zum 1:0. Danach kontrollierte Großwaltersdorf das Spiel, Torhüter Ralph Schreiber musste sich zunächst überhaupt nicht schmutzig machen. Doch dann klingelte es im TSV-Kasten: Marcel Weigold nutzte die erste klare Chance für Mulda zum Ausgleich (35.). Kurz vor der Pause brachten seine Teamkollegen Florian Buchau (43.) und Luis Schlesier (45.) die Gastgeber dann sogar mit 3:1 nach vorn. "Wir haben in der Abwehr nicht konsequent genug verteidigt und lagen deshalb nach 45 Minuten verdient hinten", urteilte TSV-Trainer Hohlfeld.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Resultat zunächst lange nichts. Erst eine Viertelstunde vor dem Abpfiff verkürzte David Krauße auf 2:3. In der Nachspielzeit nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Zunächst bot sich den Gastgebern die Riesenmöglichkeit, auf 4:2 zu erhöhen und den achten Saisonsieg einzutüten. Doch Mulda ließ diese Chance liegen. Vielmehr nutzte der TSV eine Standardsituation, um noch den Ausgleich zu markieren: Sandro Faßke traf in der 93.Minute zum glücklichen 3:3. "Sicher hatten wir zum Schluss auch etwas Glück. Aber nach der Pause hat meine Mannschaft Moral gezeigt und sich deshalb den Punkt verdient", schätzte Hohlfeld ein. Seine Mannschaft kassierte zwar auch zwei Gelbe Karten, doch keiner seiner Männer handelte sich deshalb eine Sperre ein. Das ist im Hinblick auf kommende Woche nicht ganz unwichtig - denn dann empfängt der TSV den Verfolger SV Lichtenberg zum Spitzenspiel.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...