Primus macht keine Kompromisse

Der TSV Langhennersdorf hat den BSC Motor Rochlitz mit 6:1 bezwungen. Doch für den klaren Sieg brauchten die Gastgeber zunächst einen Weckruf.

Langhennersdorf/Rochlitz.

Die Überraschung ist ausgeblieben: Der Spitzenreiter aus Langhennersdorf setzte sich gegen den Vorletzten Rochlitz klar mit 6:1 durch. Die auf Sonnabend vorgezogene Partie auf dem seifigen Boden am "Erbgericht" verzögerte sich um 20 Minuten, weil Schiedsrichter Uwe Fischer im Stau stecken geblieben war.

Einen optimalen Start erwischten die vom Anstoß weg couragiert agierenden Rochlitzer. Kapitän Felix Wetzig setzte mit einem langen Diagonalpass Lukas Jaeckel in Szene, dessen präzise Eingabe Wetzig direkt zum 0:1 veredelte (12.). "Wir haben anfangs nicht ins Spiel gefunden", bemerkte TSV-Coach Rudi Lassen nach dem Abpfiff. "Nach dem 1:1 haben wir das Geschehen aber kontrolliert". Die Führung des Außenseiters hielt bis zur 30. Minute. Erik Pomp nutzte da eine Unsicherheit in der BSC-Defensive und spitzelte das Leder in den verwaisten Kasten zum Ausgleich. Nico Kindler brachte seine Farben wenig später in Front (36.). Bis zur Pause versemmelten die Gastgeber noch einige klare Chancen kläglich, oder die engagierte Gästeabwehr konnte im letzten Moment klären. So ging es mit dem knappen 2:1 in die Kabinen.

Die Rochlitzer Hoffnungen auf einen Punkt wurden gleich zu Beginn der 2. Halbzeit geringer, als Tobias Tuchscherer auf 3:1 erhöhte (47.). BSC-Keeper Eric Rump lenkte danach einen Wahsner-Knaller reaktionsschnell an die Latte (67.). Machtlos war er kurz darauf gegen Julian Kindler (70.). Der Torschütze sah später wegen wiederholten Diskutierens Gelb, die er mit einer unerlaubten Geste quittierte, was folgerichtig sofort die Ampelkarte nach sich zog (78.). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Referee schon auf Elfmeter für die Gastgeber entschieden. Erik Pomp verwandelte diesen souverän (79.). Schließlich besiegelte der eingewechselte Erik Hoffert (85.) die am Ende erneut deutliche Auswärtsschlappe der Gäste.

BSC-Trainer Dirk Richter zeigte sich von der Höhe des Resultats enttäuscht. "Von der Einstellung kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Uns fehlt einfach noch die Cleverness über volle 90 Minuten."

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