SSV-Talente tauchen wieder auf

Nachdem der Saisonstart der Freiberger Schwimmer sprichwörtlich ins Wasser gefallen war, haben sich die jungen Sportler umso nachdrücklicher zurück- gemeldet.

Freiberg.

Katja Gorzolla gönnt sich in dieser Woche eine kurze Verschnaufpause. Denn hinter der Trainerin des SSV Freiberg und allen Wettkampfschwimmern liegt kein ganz einfacher Saisonauftakt. "Wir mussten sozusagen auf dem Trockenen starten", erzählt Katja Gorzolla. Aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen im Freiberger Johannisbad, dem Trainingsdomizil der SSV-Schwimmer, konnten ihre "Wasserratten" wochenlang nur an Land trainieren, so die Trainerin schmunzelnd. Auch der Wettkampfauftakt im September fiel aus.

"Im Ergebnis bedeutet das aber eine deutliche Verbesserung unserer Trainingsbedingungen, über die wir mehr als glücklich sind", betont Gorzolla. Auch die Sportler hätten die Herausforderung angenommen und sich durch unzählige Athletikeinheiten gekämpft, lobt die 46-jährige Übungsleiterin. Nach nur rund vier Wochen Schwimmtraining sowie zwei Trainingslagern präsentierten sich ihre Schützlinge aber bei den Kurzbahn-Bezirksmeisterschaften in Plauen in bestechender Form: Insgesamt 120 Medaillen fischten die SSV-Schwimmer im Vogtland aus dem Wasser, darunter 41 goldene in den Jahrgangswertungen, berichtet Katja Gorzolla stolz. Sie sei regelrecht überwältigt gewesen: "Eine sagenhafte Ausbeute."

Und sie sei auch noch nie so gespannt auf einen Auftaktwettkampf gewesen, sagt die Trainerin, die seit sieben Jahren für die erfolgreiche Leistungsriege des SSV verantwortlich ist. Dabei hatten die Freiberger in Plauen zwei Tage lang ein Mammutprogramm zu absolvieren. Neben den Einzelrennen in den verschiedenen Altersklassen warteten auch noch die Staffelentscheidungen. Dort habe das Team einmal mehr seine Leistungsdichte gezeigt, so Gorzolla. Einmal schlugen die Freiberger auf Platz 1 an, dazu kamen drei 2. und zwei 3. Plätze.

Die Leistungsträger haben eine geschlossene Teamleistung abgeliefert, "ohne Wackler", so die Freiberger Trainerin. Viele konnten trotz des schwierigen Saisonstarts sogar schon ihre Bestleistungen aus dem Hauptwettkampf der Vorsaison steigern. "Wir haben erneut bewiesen, dass man auf Bezirksebene erst einmal an uns vorbei muss", sagt Katja Gorzolla. Der 16-jährige Ilja Sukhanov stellte über 200 m Lagen in 2:19,92 Minuten sogar einen neuen Vereinsrekord bei den Herren auf.

Ansonsten sei es aber unmöglich, einzelne Schwimmer hervorzuheben, erklärt die SSV-Trainerin. "Alle 15Mitglieder der Leistungsriege haben ein kleines Wunder vollbracht." Aber auch die Nachwuchsmannschaft, die von Ute Bohla und ihrem neuen Trainerkollegen Ulf Wegener betreut wird, habe überzeugt. Mit dem neunjährigen Valentin Uhlig entwickelt sich ein weiteres hoffnungsvolles Talent, und auch der 13-jährige Manuel Jaenicke-Rößler habe sich nachdrücklich für die Leistungsmannschaft empfohlen, so Katja Gorzolla.

Bis zum Jahresende stehen nun zwei weitere Testwettkämpfe in Zwickau und in Erfurt sowie für die Leistungsriege die offenen sächsischen Kurzbahnmeisterschaften Ende November in Riesa auf dem Plan. Traditionell gelte aber alle Arbeit der Vorbereitung des Saisonhöhepunktes Ende Mai im dänischen Esbjerg, so die SSV-Übungsleiterin.

Erstmals seit Jahren sind anstehende Qualifikationen für die Deutschen Jugendmeisterschaften kein Thema, "da dieser Termin sich mit dem Wettkampf in Esbjerg deckt und wir in dieser Hinsicht klare Prioritäten gesetzt haben", erklärt Gorzolla. Zwar hätten zumindest zwei Sportlerinnen die Chance auf ein Ticket gehabt. Andererseits nehme das aber nach den Wochen des gefühlten Ausnahmezustandes nun etwas den Stress aus der Frühjahrsvorbereitung.mit goja

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