Trainer ziehen positive Bilanz

Der letzte Hinrunden-Spieltag der Fußball-Mittelsachsenliga steht bevor. Die Aufsteiger haben sich gut etabliert und sehen zwei wesentliche Unterschiede zur Vorsaison.

Geringswalde/Frankenberg.

Als Aufsteiger ist es in einer neuen Liga nicht gerade einfach. Für den SV 94 Geringswalde/Schweikershain (10./ 16 Punkte) galt das ebenfalls. Die Truppe von Dirk Vogel musste sich trotz guter Ergebnisse am Anfang der Saison erst einmal an das neue Umfeld und den Spielstil gewöhnen. "Der größte Unterschied zur Mittelsachsenklasse ist, dass wir es nun mit Gegnern zu tun haben, die viel schneller spielen."

Gerade die Abwehr der Geringswalder wurde in der Hinrunde ex-trem geprüft. Mit 21 Gegentoren haben sie nun schon fast genauso viele Treffer (22) wie in der vergangenen Saison kassiert. "Aber wir haben uns im Laufe der Saison gut weiterentwickelt", so Vogel, "auch wenn wir unser Potenzial noch nicht jedes Wochenende abrufen können". Gegen den SV Barkas Frankenberg rechnet der Coach des Neulings mit einem offenen Spiel, bei dem seine Mannschaft zumindest einen Punkt mitnehmen kann.

Aber auch die Frankenberger (6./20) wollen an ihren jüngste Erfolgen anknüpfen - aus den letzten beiden Spielen holten sie sechs Punkte mit einem Torverhältnis von 10:0. "Wir wollen wieder drei Punkte einfahren - auch wenn Geringswalde ein sehr unangenehmer Gegner sein wird. Die sind eine gut eingespielte Truppe" , sagt Barkas Trainer Christian Schulze, der im Sommer das Traineramt in Frankenberg übernommen hat. In der vergangenen Spielzeit steckten die Barkas-Akteure im Abstiegskampf, nun haben sie sich in der Liga unter dem neuen Coach gefestigt und liegen nur sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter. "Das liegt vor allem daran, das wir viele junge Spieler in unseren Reihen haben, die lernwillig sind, sich viel von den älteren Spielern abschauen und sich schnell weiterentwickeln", sagt Schulze.

Der zweite Aufsteiger, der Hainichener FV (7./19), liegt nach eigenen Zielvorgaben im Soll. "Wir wollten nicht gegen den Abstieg spielen und sind mit Platz 7 zufrieden - auch wenn es ein paar Punkte mehr sein könnten", sagt HFV-Trainer Mirko Zaeske. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Ligen ist für ihn die Effektivität der Mittelsachsenligisten. Die habe ihn und seine Mannschaft die angesprochenen Punkte gekostet. Nach dem 4:1-Sieg gegen Flöha gehen die Hainichener aber mit Selbstvertrauen ins Duell gegen den Tabellendritten aus Großwaltersdorf/Eppendorf. "Ein Punkt ist auf jeden Fall möglich."

Die Rochlitzer (13./7) feilen derzeit weiter an der Konstanz. BSC-Coach Dirk Richter wundert sich selbst manchmal, wenn auf eine hohe Niederlage wieder ein deutlicher Sieg folgt, wie zuletzt beim 6:1 gegen Hartmannsdorf (davor hieß es 0:8 gegen Frankenberg). "Ich muss meinen Spielern aber ein Kompliment machen, sie haben zum Ende der Rückrunde gezeigt, dass sie wieder eine Mannschaft geworden sind, auch neben dem Platz." Gegen Tabellenführer Langhennersdorf traue er seinem Team eine Überraschung zu, wenn sie die Leistung des vergangenen Wochenendes wiederholen.

Die Reserve des SV Germania Mittweida (9./17) hat bisher eine durchwachsene Hinrunde gespielt. "Durch viele individuelle Fehler haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht", erklärt Trainer Sebastian Voigt. Trotzdem sei er zufrieden mit der Saison. "Es hätte auch schlechter laufen können." Vor der Winterpause will er mit seinem Team nun gegen den SV Mulda und Motor Rochlitz noch einmal sechs Punkte holen, "um dann auch beruhigt Weihnachten feiern zu können".

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