Zweimal zu Gold gepaddelt

Die Kanusportler der SG Lauenhain haben bei ihrer Meilenregatta eine gute Rolle gespielt. Nach dem Saisonende warten in den kommenden Monaten Aufgaben neben dem Wasser.

Lauenhain.

Die Kanuten der SG Lauenhain haben bei ihrem Saisonabschluss auf den heimischen Gewässern noch einmal überzeugt. Bei der 24. Lauenhainer Meilenregatta eroberten sich die Gastgeber am Ende den 7. Platz in der Mannschaftswertung und mischten dabei im Konzert der großen sächsischen Kanuvereine - ebenso wie der SKSV Mittweida mit sieben Goldmedaillen und Platz 3 in der Mannschaftswertung - ordentlich mit.

"Ich denke, dass wir mit diesen Leistungen zufrieden sein können", sagt der Kanu-Abteilungsleiter des Vereins, Erik Korehnke. "Obwohl der Termin zu Beginn der Herbstferien etwas unglücklich lag, hatten wir mit rund 300 Sportlern eine ordentliche Resonanz." Zudem habe auch das Wetter gepasst. "Es waren herrliche Bedingungen für die Rennen auf dem Wasser", so der Polizeiobermeister. "Allerdings haben einigen Sportlern danach die Oberarme ordentlich gebrannt." Kein Wunder bei den Distanzen, die die Kanuten am Wochenende noch einmal bewältigen mussten: Die Meilenregatta ist mehr ein Langstreckenrennen als ein Sprint. "Die Strecke führt auf einem Rundkurs vom Lauenhainer Fähranleger bis in die Mittweidaer Aue", sagt Korehnke. Gemessen haben die Lauenhainer Kanuten die Distanz allerdings nie. "Unsere Meile ist flexibel." Zwischen 1500 und 1800 Meter dürfte sie lang sein. In den älteren Jahrgängen mussten die Kanuten den Kurs teilweise dreimal umrunden.

Erik Korehnkes Sohn Max gelang das im Zweier gemeinsam mit Tom Hausmann. Das SGL-Duo sicherte sich den Sieg bei den Junioren. Auch Karl Tretbar wusste zu überzeugen. Der 13-Jährige gewann den Lauf bei den Schülern. "Karl ist einer, der sich in diesem Jahr super entwickelt hat und das Potenzial besitzt, noch viele Erfolge zu feiern", sagt Erik Korehnke. Auch Anna und Moritz Mai sowie Frances Dietze haben in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorn gemacht, so der Lauenhainer Kanu-Chef.

Den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte durfte er in diesem Jahr gemeinsam mit seinem Sohn Max bejubeln. Dieser wurde zunächst für die Junioren-Europameisterschaften im italienischen Auronzo nominiert und gewann dort im deutschen Vierer - gemeinsam mit dem Ringethaler Moritz Wehlend - über 500 Meter die Silbermedaille. "Natürlich bleibt dieser Erfolg im Gedächtnis, schließlich ist Max unser erster EM-Teilnehmer aus Lauenhain seit der Wiedervereinigung gewesen", sagt der 45-Jährige.

Als Erfolg hat sich dieses Jahr erneut das mittelsächsische Kanuprojekt herausgestellt, bei dem aus den Vereinen aus Mittweida, Geringswalde, Lauenhain, Döbeln und Flöha die besten Kanuten in gemeinsamen Booten starten. Die Federführung für das Projekt hatte in diesem Jahr die SG Lauenhain inne. "Wir werden demnächst Gespräche führen, wer die Führung im kommenden Jahr übernimmt. Bis jetzt hat sich allerdings noch kein Verein gefunden", sagt Korehnke.

Da die Lauenhainer Kanuten nach Saisonende jetzt mit der Sanierung des Bootshauses beginnen, wäre der Abteilungsleiter nicht böse, wenn ein anderer Verein die Federführung übernimmt. "Die Fördermittel für die Sanierung sind bewilligt und wir werden viel in Eigenleistung tun." Zunächst wird ein Teil des Bootshauses zurückgebaut. Durch die Vergrößerung der Grundfläche entstehen anschließend neue Sanitäranlagen, Umkleideräume und eine Küche. "Dabei werden auch die Sportler unserer anderen Sektionen mithelfen", so Korehnke. "Die Ziele sind hoch gesteckt, aber wir hoffen, dass wir bis zum ersten Wintereinbruch schon gut vorangekommen sind." An Krafttraining wird es den Kanuten also auch in den kommenden Monaten nicht mangeln. "Eine durchaus gute Vorbereitung auf die kommende Saison", sagt der Abteilungsleiter schmunzelnd.

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