47-jähriger Vogtländer verblüfft die Konkurrenz

Flossenschwimmen: Sven Gräf vom Ausrichter TC Nemo Plauen wird Deutscher Meister der Masterklasse

Pöhl.

Mit der Deutschen Freiwassermeisterschaft im Finswimming stand die Talsperre Pöhl am Pfingstwochenende im Blickpunkt aller Freunde dieses Sports. Insgesamt waren 139 Flossenschwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um ihre Meister zu ermitteln. Sportlich sorgte gleich im ersten Rennen über 2000 Meter der 47-jährige Sven Gräf mit dem Deutschen Meistertitel in der Masterklasse aus Plauener Sicht für einen Glanzpunkt. Als Zweiter des gesamten Starterfeldes überquerte der Mittvierziger die Ziellinie und ließ dabei selbst jüngere Athleten weit hinter sich.

Robert Golenia, der im selben Lauf Neunter wurde und in der Altersklassenwertung Rang 4 belegte, sah den Wettkampf als Vorbereitung auf die Europameisterschaft Ende des Monats in Griechenland. "Für mich war es wichtig, in einer ordentlichen Zeit und vor allem verletzungsfrei ins Ziel zu kommen", sagte der Sportsoldat. Sein Trainer Frank Hannich zeigte sich mit dem Gezeigten zufrieden und ist hinsichtlich der bevorstehenden Aufgaben zuversichtlich.

Doch auch die anderen drei Nemo-Athleten, Ben Schemmrich, Luzia Hallebach-Krauße und Jonas Uhlig, überzeugten über die gleiche Distanz in ihren Altersklassen. In der Endabrechnung belegten Schemmrich Platz 5 sowie Hallebach-Krauße und Uhlig Platz 7.

Über die Strecken 1000 und 6000 Meter sowie bei den Staffelwettbewerben am Sonntag über viermal 1000 Meter schickte der TC Nemo keine Sportler an den Start. In diesen Wettkämpfen gingen die Titel in den Altersklassenwertungen an Athleten aus Berlin, Rostock, Brandenburg, Babelsberg, Dresden, Erfurt, Dortmund, Darmstadt und Münster. Ältester Teilnehmer war der aus dem Ruhrpott stammende 79-jährige Heinz-Hubert Voss, der über 2000 Meter an den Start ging und auch einen Podestplatz erreichte. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte der erst 13-jährige Tim Venz von der SG Stahl Brandenburg. Der Knirps, der über 6000 Meter an den Start ging und nach mehr als zwei Stunden die Ziellinie überquerte, wurde für seine Leistung mit tosendem Applaus von den Akteuren und Zuschauern gewürdigt. (falg)

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