Abwehr behält bis zum Schluss kühlen Kopf

Handball, Mitteldeutsche Oberliga: HC Einheit Plauen gewinnt beim Tabellenletzten UBV Jena 33:31 (15:16)

Plauen.

Das war Spannung von der ersten bis zur letzten Minute, und am Ende konnte der HC Einheit jubeln. Die Plauener Handballer behielten am Samstag die Nerven und feierten einen 33:31-Erfolg beim Tabellenletzten der Mitteldeutschen Oberliga, HBV Jena. Die Schlüssel zum Erfolg waren mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfgeist. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 10:10 kletterte Einheit damit auf den sechsten Tabellenplatz.

Kurzfristig mussten die Plauener auf den Einsatz des erkrankten Rückraumspielers und Abwehrspezialisten Martin Broz verzichten. Es entwickelte sich eine spannende Partie. Burda erzielte das erste Tor des Spiels für Einheit, doch Jena glich im Gegenzug aus. In der Folge gingen die Thüringer mit einem Treffer in Führung, den Plauenern gelang im Gegenzug der Ausgleich. Dabei war Einheit von allen Positionen torgefährlich. Ein Punkt, der im weiteren Verlauf des Spiels noch wichtig werden würde. Auch Unterzahlsituationen überstanden die Vogtländer schadlos. Eine kurze Schwächephase gab es allerdings ab der 20. Minute. Fehlwürfe der Gäste nutze Jena und ging 15:12 in Führung. Doch Burda und Zbiral brachten Einheit bis zur Pause wieder in Schlagdistanz. Beim Stand von 15:16 aus Plauener Sicht wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff stellte Maximilian Krüger den Ausgleich her. Und wieder entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Teams. Bis zum 23:23 Mitte der zweiten Halbzeit blieb die Partie offen. Dann kam die stärkste Phase der Plauener. Mit einem Dreierpack schoss Krüger Einheit 26:23 in Führung. Doch wenige Sekunden später musste er mit einer Zeitstrafe das Spielfeld verlassen. In der Abwehr kämpften die Plauener verbissen um jeden Ball, und Torhüter Jan Misar zeigte einige tolle Paraden. So gelang Jena nur ein Tor. Burda erhöhte den Vorsprung sogar auf vier Treffer.

Zeitstrafen gegen Kies und Krüger stellten Einheit in der Schlussphase vor eine große Herausforderung. Doch die Spieler nahmen den Kampf in der Abwehr an und behielten im Angriff diesmal kühlen Kopf. Pecek und Danowski sorgten mit ihren Toren dafür, dass Jena nicht mehr entscheidend herankam. Mit der Schlusssirene erzielten die Gastgeber das 33:31-Endergebnis. Die knapp 90 Plauener Anhänger jubelten da schon über den wichtigen Sieg ihrer Mannschaft. "Die Spieler haben alles gegeben. Wir haben heute als Mannschaft geschlossen agiert. Es war schön zu sehen, dass keiner nachgelassen hat und jeder gewinnen wollte. Das war heute ein Kraftakt, aber enorm wichtig", freute sich Einheit-Trainer Vasile Sajenev nach dem Spiel. (slx)

Einheit: Misar, Pour, Corda, Kies, Model, Gemeinhardt, Krüger (8 Tore), Burda (6), Höpner, Broz, Zbiral (9/davon 2 Siebenmeter), Danowski (4), Pecek (6), Dolak

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