Bei Matchbällen flattern Aufsteigern die Nerven

Volleyball-Bezirksliga Frauen: Oberlosa gibt im Erzgebirge nach Aufholjagd möglichen Sieg aus der Hand

Schwarzenberg.

Für die Volleyballerinnen des SV 04 Oberlosa hat am Wochenende die Bezirksligasaison begonnen. Auftaktgegner des Neulings war die heimstarke WSG Schwarzenberg-Wildenau, die einen regelrechten Krimi am Ende glücklich 3:2 (25:21, 25:20, 14:25, 22:25, 18:16) gewann.

Die erfahrenen Gastgeberinnen legten gleich los wie die Feuerwehr und sicherten sich die ersten beiden Sätze, tatkräftig unterstützt von den übernervösen Vogtländerinnen, die reihenweise Aufschläge und Angriffe vergaben. Doch im dritten Satz konnte Trainer Lutz Gushurst den Schalter endlich umlegen im Team. Über eine mit Aileen Sammler und Marlene Uhlig als Liberos stabilisierte Verteidigung und Annahme konnte Zuspielerin Ulrike Buchheim jetzt die Angreiferinnen immer besser in Szene setzen.

Außerdem entwickelte sich der Oberlosaer Block zum schwer zu überwindenden Bollwerk. Die Aufschläge wurden besser und dem Wunsch des Trainers gemäß wurde die gegnerische Annahme endlich ernsthaft unter Druck gesetzt. Immer wieder angetrieben von der erfahrenen Claudia Roßbach wurden durch unbändigem Einsatz und Kampfeswillen schon verloren geglaubten Bälle im Spiel gehalten und Punktgewinne eingefahren. Der Satzausgleich war geschafft und Aufsteiger Oberlosa endlich in der Bezirksliga angekommen.

Nun mussten die Frauen um Spielführerin Katina Krell im Tiebreak zeigen, dass sie nicht nur athletisch auf solche Situationen vom Trainerteam vorbereitet wurden, sondern auch psychisch. Bei einer 8:7-Führung wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Keine der beiden Mannschaften konnte sich deutlich absetzen. Es war ein Satz auf Augenhöhe mit leichtem Vorteil für die Plauenerinnen. Allerdings hielt deren Vorsprung nicht bis zum Schluss. Sage und schreibe drei Matchbälle für Oberlosa reichten nicht zum Sieg, weil die Nerven bei den Youngstern noch zu sehr flatterten. Auch Trainer Gushurst fand kein Mittel, um seinen Schützlingen entscheidend zu helfen. Zu guter Letzt verhalf den Schwarzenbergerinnen ihr lautstarkes, aber immer faires Publikum und das berühmte Quäntchen Glück zum glücklichen Sieg.

Ob der unglücklichen Niederlage floss so manche Träne, doch die Oberlosaerinnen haben bei einem sehr heimstarken Team einen Punkt geholt und so als Aufsteiger einen überzeugenden Einstand in der Bezirksliga gegeben. (grs)

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