Beim Familientreffen herrscht gute Laune

242 Teilnehmer zählten die Organisatoren der TSG Bau Hammerbrücke am Samstag beim 39. Sommerberglandlauf. Nicht nur ihnen zauberte der Nachmittag ein Lächeln ins Gesicht.

Hammerbrücke.

Die Crossläufe um den Vogtlandcup haben etwas von einem Familientreffen. Und das nicht nur, weil sich dort tatsächlich ganze Familien ins Läuferfeld einreihen. Auch die meisten übrigen Teilnehmer pflegen einen sehr freundschaftlichen Umgang. Man kennt sich, klatscht und drückt sich ab, freut sich übers Wiedersehen, wünscht sich Glück, tratscht ein bisschen und wertet im Ziel den Lauf gemeinsam aus. Das war auch am Samstag beim 39. Sommerberglandlauf der TSG Bau Hammerbrücke nicht anders.

"Wenn die Leute nach dem Lauf mit einem Lächeln im Gesicht ins Auto steigen und nach Hause fahren, dann ist das für uns eine besondere Freude, dann haben wir alles richtig gemacht", sagte Organisationschef Arne Stützner, als er sich zwischen Tombola und Siegerehrungen ein paar Minuten Zeit für die "Freie Presse" nehmen konnte. Was auch möglich war, weil in Hammerbrücke wie gewohnt ein Rädchen ins andere griff, jeder seine Aufgabe kannte und alles fast wie am Schnürchen klappte.

Und lachende Gesichter gab es trotz Regenschauer und Temperaturen um die zehn Grad jede Menge. Nicht zuletzt natürlich bei den Siegern und Platzierten. Thomas König aus Bockau bei Eibenstock zum Beispiel, der den langen Kanten über 21Kilometer von Ringo Straßburg (Blau-Weiß Auerbach) und Jörg Eißmann aus Kirchberg für sich entschied, bekam das Schmunzeln gar nicht mehr aus dem Gesicht. "Herrlich! Ich war vielleicht vor 20 Jahren das letzte Mal hier und hatte mich jetzt ganz spontan zum Mitmachen entschieden. Eine sehr schöne Strecke, das Wetter ist auch besser als die Hitze zuvor. Und besonders gefreut habe ich mich, viele gute alte Bekannte wiederzutreffen", sprudelte es aus ihm heraus.

Wie zum Beweis schlenderte Werner Fankhänel, der Chef des SV Blau-Weiß Auerbach, auf einen Plausch vorbei. Der 53-jährige König war einst Mitglied der deutschen Nationalmannschaft der 100-Kilometer-Läufer, joggt heute noch einfach so zum Training regelmäßig bis hoch zum Auersberg und zurück. Kein Wunder also, dass ihm die Strapazen des gerade absolvierten Halbmarathons kaum anzumerken sind. "86.500 Kilometer bin ich seit 1995 gelaufen, 95 Paar Schuhe habe ich in der Zeit verschlissen", rechnete er vor. Hammerbrücke war für ihn ein Aufbauwettkampf für ein ganz besondere Herausforderung Anfang Oktober in Österreich: die Tour de Tirol. Dabei handelt es sich um drei knallharte Bergläufe an drei aufeinander folgenden Tagen - zunächst 10 Kilometer, danach ein Marathon und zum Abschluss 23 Kilometer.

Mit einem Lächeln im Gesicht durchlief auch die Klingenthaler Dauerbrennerin Anja Jakob die Ziellinie. Zum nunmehr neunten Mal hat sie in Hammerbrücke den Lauf über 14 Kilometer gewonnen. Da könnte nächstes Jahr ein Doppeljubiläum anstehen: Die TSG Bau richtet dann den Sommerberglandlauf zum 40. Mal aus. Der zehnte Tagessieg wäre da so etwas wie ein Sahnehäubchen auf der Festtagstorte.

Allerdings: So ganz ohne Tränen ging der Berglandlauf dann doch nicht über die Bühne. Beim Lauf der Thierbergstrolche - das sind die Vorschulkinder - über eine Sportplatzrunde passierte gleich zu Beginn ein Malheur. Nach gut zehn Metern stolperte eine Handvoll Mädchen und Jungen übereinander und purzelte über den Rasen. Während die meisten sich nach dem ersten Schreck aufrappelten und tapfer weiterflitzten, war es für einen Knirps für diesen Tag vorbei mit der Sportbegeisterung: Tränenüberströmt weigerte er sich tapfer, auch nur einen Schritt weiterzulaufen.

Der Berglandlauf war die vorletzte Station des Vogtlandcups. Abgeschlossen wird die aus insgesamt sieben Wettkämpfen bestehende Laufserie am 9. September mit dem Herbstkammlauf des VSC Klingenthal in Mühlleithen.

www.sport-hammerbruecke.de

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