Beim VFC hackt keiner auf der Mannschaft herum

Fußball: Plauener wollen als geschlossener Verein gegen Abstieg kämpfen

Plauen.

Nach der 1:2-Niederlage beim VfB Krieschow hat Patrick Grandner das Wort ergriffen. Als Führungsspieler will er mit seinem VFC Plauen den Lernprozess fortführen. "Wir haben intern alles schonungslos, aber freundschaftlich ausgewertet. Das Spiel in Krieschow durfte nicht verloren gehen. Wir dürfen aber jetzt genauso wenig die Ruhe verlieren, weil wir dann erst Recht keine Punkte holen." So beschreibt Patrick Grandner die Situation vor dem Heimspiel am Samstag gegen Union Sandersdorf.

Immer wieder wird der VFC Plauen mit übertriebenen Hoffnungen konfrontiert, die dann auf die vielen jungen Leute wie Ballast wirken. Deshalb haben sich jetzt Patrick Grandner, Stefan Schumann und Marian Albustin vorgedrängelt. "Es ist ein ziemlich wichtiges Spiel für alle, die den Plauener Fußball lieben. Wir können den Absturz in die Abstiegszone verhindern", sagen die drei ehemaligen Zwickauer, die einst mit Ex-Trainer Nico Quade zum VFC stießen. "Sie hätten im Sommer gehen können. Die damals vom Verein ergriffenen Sparmaßnahmen waren vollkommen richtig. Dass uns die drei erhalten blieben, zeigt aus welchem Holz sie geschnitzt sind", sagt der Neu-Präsident Thomas Fritzlar, der beim Spiel in Krieschow bestätigt bekommen hat, "dass wir eines der schwersten Jahre vor uns haben, die der VFC jemals erlebt hat. Das ist kein Phrasengedresche, sondern Realität", fügt Thomas Fritzlar hinzu.

Weil solche Sätze jedoch seit zehn Jahren als eine Art Daueransage aus dem Vogtlandstadion kommen, beginnt nun beim VFC Plauen das Umdenken. Es wird vor allem auch darauf ankommen, wie Verein, Fans und Mannschaft sich dieser und den nachfolgenden Aufgaben stellen. "Wir können jammern und weiter große Erfolge fordern von Spielern, die jetzt für ganz wenig Geld spielen. Wir können aber auch das tun, was dieser Verein seit 1903 ganz oft schon getan hat in schweren Zeiten. Lasst uns zusammenhalten und gegen den Abstieg kämpfen", appelliert Thomas Fritzlar.

VFC-Trainer Falk Schindler bereitet seine Mannschaft auf einen gestandenen Gegner vor, der in Plauen gewinnen will. Alle Plauener Spieler sind derzeit einsatzfähig. Es wird ein spannender Samstagnachmittag, wenn der VFC Plauen um 14 Uhr die SG Sandersdorf im Vogtlandstadion empfängt. (kare)

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