Clevere Oberlosaer besiegen junge Auer

Trotz einiger Umstellungen im Team bleibt der SV 04 in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga in der Erfolgsspur. Gegen eine offensiv verteidigende Zweitliga-Reserve machte der Kopf den Unterschied.

Plauen.

Der SV 04 Oberlosa hat als erstes Team in dieser Saison der Mitteldeutschen Handball-Oberliga der zweiten Mannschaft des EHV Aue II eine Heimniederlage zugefügt. Mit 35:29 behielten die Vogtländer die Oberhand über die junge Auer Zweitliga-Reserve und sind nun mit 11:9 Punkten Fünfter.

Vor 411 Zuschauern, darunter etwa 200 Fans aus dem Vogtland, begann die Partie recht ausgeglichen. Wie erwartet schlugen die jungen Erzgebirger ein hohes Tempo an, welches die Schwarz-Gelben jedoch problemlos mitgehen konnten. Ohne den erkrankten Marc Multhauf war SV-Coach Petr Hazl zu Umstellungen gezwungen, sein Team war jedoch von Beginn an gut im Spiel. Über die Stationen 3:3, 6:6 und 8:8 entwickelte sich eine temporeiche und zunächst spannende Partie. Gegen Ende der ersten Hälfte fand SV-Torwart Max Flämig ins Spiel und parierte mehrfach stark. Seine Vorderleute nutzten dies aus und setzten sich beim 13:10 erstmals ab. Die folgende Auszeit der Gastgeber verpuffte, auf der anderen Seite fanden die 04er immer wieder spielerische Lösungen gegen die offensive EHV-Abwehr. Hochverdient nahmen die Spitzenstädter eine 18:12-Führung mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff zeigten die Hausherren, warum sie über den besten Angriff der Liga verfügen. Angeführt von den zweitligaerfahrenen Marcel Schäfer, Sebastian Paraschiv und Jan Faith konnte sich Aue häufig gegen die SV-Deckung durchsetzen. Auf der Gegenseite zeigten sich die Schwarz-Gelben gegen die immer offenere EHV-Abwehr jedoch taktisch glänzend gerüstet. Oberlosa baute den Abstand clever auf 26:18 aus. Die einzige Schwächephase im Spiel der Gäste nutzte Aue und verkürzte auf 22:26. Ein starker Schlussmann Carsten Klaus sowie die Tore von Karel Kveton, Paul Richter und Moritz Rahn zum 29:22 machten dem Spuk ein Ende. Die Schwarz-Gelben eilten einem ungefährdeten Auswärtssieg entgegen und wurden von den eigenen Fans für einen 35:29-Sieg entsprechend gefeiert.

In der Spielanalyse zeigte sich Oberlosas Trainer Petr Hazl zufrieden: "Wir haben clever gespielt, mit viel Kopf und wenig Bauchgefühl. Sehr zufrieden bin ich, wie die Mannschaft die Vorgaben gegen die erwartet offensive Abwehr des Kontrahenten umgesetzt hat. Kritisch sehe ich heute unser Überzahlspiel und die mangelhafte Siebenmeter-Quote. Insgesamt war es jedoch ein gutes Spiel von uns mit einem verdienten Sieg."

StatistikOberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (4 Tore), Wetzel (2), Weikert (3), Roth (3), Trommer-Ernst (2), Mertig (7/davon 1 Siebenmeter), Richter (2), Duschek (2), Hertel (4), Kolomaznik (1), Rahn (5/2)


Oberlosa sucht Mädchen

Neustart bei den Damen vom SV 04 Oberlosa. Die Handballgirls gehörten lange zur Spitze in Sachsen. Dann kam der Knick und nach zwei ziemlich problematischen Jahren geht es nun von vorne los. Abteilungsleiterin Franziska Schmidt ist sehr froh, "dass wir mit Trainer Alexander Melchner einen aus den eigenen Reihen für den Neuaufbau gewinnen konnten." Er hat bereits die Ehrennadel von seinem Verein bekommen, weil er genau wie Co- und Torwarttrainerin Sabrina Martin und viele andere ganz viel Freizeit opfert. Der Neustart ist geglückt. Die Frauen vom SV 04 rangieren in der Sachsenliga mit 7:9 Punkten auf Platz sieben.

Übrigens ist die zweite Mannschaft um Kapitänin Carolin Findeisen trotz des Klassenerhalts in der Verbandsliga freiwillig in die Bezirksliga abgestiegen. Und zwar, um die Mädels aus der B-Jugend an das körperliche Spiel im Erwachsenenbereich besser heranführen zu können. Dazu muss man wissen, dass im weiblichen Handballbereich der Nachwuchs bereits ab dem 16. Lebensjahr oben mitspielen darf. Und es gibt noch eine erfreuliche Nachricht: Mit Simone Seifert ist die frühere Frontfrau zurück. "Simi" ist vor drei Jahren Mama geworden und trainiert nach ihrer Auszeit jetzt die Kleinen. An ihrer Seite arbeitet mit Maxine Hertel eine junge Frau, die vor acht Jahren bei Simone Seifert ins Training eingestiegen ist. Der SV 04 lädt am Buß- und Bettag (11 bis 14 Uhr) zum großen Girls-Day ein. Dann können interessierte Mädchen von sechs bis 18 Jahren in der Kurt-Helbig-Sporthalle reinschnuppern. (kare)

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