Den Oelsnitzer Handballern bleibt die Krönung einer tollen Saison verwehrt

Die Männer des TSV haben gestern in eigener Halle das Bezirkspokalfinale gegen den Zwickauer HC Grubenlampe II 25:29 (14:12) verloren.

Oelsnitz.

Die Handballer des TSV Oelsnitz haben es nicht geschafft, nach der Meisterschaft in der 1. Bezirksklasse und dem Aufstieg in die Bezirksliga ihrer Saison noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen. Gegen den künftigen Liga-Kontrahenten aus Zwickau hatten die ohne David Schmidt und Benjamin Huth angetretenen Männer von Trainer Ralf Strobel vor 380 Zuschauern eine gute erste Hälfte geboten, an deren Beginn sie die Meisterehrung entgegennahmen und an deren Ende sie 14:12 führten. Doch nach Wiederanpfiff gelang den Oelsnitzern zwölf Minuten lang kein Treffer, worauf sich die Westsachsen deutlich absetzten und die Führung bis zur Schlusssirene nicht mehr hergaben.

"Ich kann der Mannschaft nur den Vorwurf machen, dass sie zu viele Chancen liegengelassen hat", sagte der niedergeschlagene TSV-Trainer nach dem Abpfiff. "Die Leistung und die Stimmung in der Truppe waren in Ordnung. Aus meiner Sicht hat die an diesem Tag etwas bessere Mannschaft gewonnen."

Danach sah es aber zunächst nicht aus: 25 Minuten lang stand es im von Hallen-Discjockey Thorsten Müller angeheizten Oelsnitzer Hexenkessel fast immer unentschieden, oder die Gastgeber führten mit maximal einem Treffer. Erst kurz vor der Pause zog der TSV auf 13:10 davon, mit 14:12 ging es in die Kabinen.

Was danach kam, war der Knackpunkt der Partie: Während die Zwickauer, die insgesamt drei Siebenmeter verwarfen, sieben Treffer erzielten, gelang den Einheimischen bis zur 43. Minute kein einziger Torerfolg. Eine 19:14-Führung der Gäste war die Folge. "Da ist das Spiel verloren gegangen, da ist ein Riss entstanden, den die Jungs nach der guten ersten Halbzeit nicht mehr kitten konnten", meinte das Oelsnitzer Handball-Urgestein Jochen Pfeiler.

Auch die Konzentration in den Reihen der Vogtländer litt. Zu viele gerade eroberte Bälle landeten nun postwendend wieder in den Händen des Gegners. Selbst den ersten Oelsnitzer Siebenmeter nach 50 Minuten hielt der Zwickauer Schlussmann, auch der zweite und letzte brachte keinen Treffer.

Nun lief die Zeit davon. Als die Zwickauer, Vierte der Bezirksliga-Saison, sieben Minuten vor dem Ende auf 25:18 davonzogen, war die Partie praktisch entschieden. Der TSV straffte sich zwar noch einmal, aber mehr als eine Verringerung des Rückstandes auf nur noch vier Tore gelang nicht mehr.

"Sehr traurig, dass wir diese Chance verpasst haben, Geschichte zu schreiben", ärgerte sich TSV-Abteilungsleiter Karl-Heinz Fränkel. "Aber trotz dieser Niederlage hat die Mannschaft eine Super-Saison hingelegt." Wirklich trösten konnte das die Spieler in jenem Moment nicht. "Trotzdem haben sie die Stadt Oelsnitz würdig vertreten und sicherlich auch ein klein wenig bekannter gemacht", versuchte Oberbürgermeister Mario Horn, der die Siegerehrung vornahm, der Sache etwas Positives abzugewinnen.

Oelsnitz: Seidel, Enke - Puschert (1), F.Schmidt, Heyne (1), P. Bechler (4), Rauh (6), Stache, F. Bechler (4), Grünwald (5), Weiß (4), Lasch, Görnitz.


A-Junioren feiern Pokalsieg

Mit den A-Junioren der NSG Oelsnitz/Oberlosa hatten die Gastgeber ein zweites Eisen im Final-Feuer. Die Sachsenliga-Mannschaft, in der gestern mit Tim Stäglich nur ein Oelsnitzer mitwirkte, wurde gegen die eine Klasse tiefer spielende NSG Zschopau/Borstendorf ihrer Favoritenrolle gerecht. Das Team von Trainer Iven Wunderlich führte die gesamte Partie über und landete nach 19:11-Pausenführung einen 35:22-Sieg.

Auch die Frauen und A-Juniorinnen haben gestern in Oelsnitz ihre Bezirkspokalfinals ausgetragen. Bei den Frauen siegte die HSG Langenhessen/Crimmitschau gegen SV Chemie Zwickau 25:16, bei den A-Juniorinnen der TSV Zschopau gegen den Burgstädter HC 19:18. (tgf)

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