Der Traum von Orlando ist vorerst geplatzt

Vogtländische Cheerleader hoffen auf WM zu einem späteren Zeitpunkt

Auerbach/Plauen.

Dass eine Weltmeisterschaft verschoben wird, ist für Romy Möbius kein Neuland. Vor genau zehn Jahren erlebte die Chefin des Auerbacher Vereins Cheermania dieses Szenario schon einmal. Damals sorgte der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull dafür, dass die vogtländischen Cheerleader nicht wie geplant nach Florida zur WM fliegen konnten. "Aber das haben wir verkraftet. Und wir werden auch die jetzige Krise überstehen", sagt Romy Möbius. Am 16. März erreichte sie die Information, dass die Ende April traditionell in Orlando stattfindende Weltmeisterschaft verschoben ist. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

Betroffen sind vier Cheermania-Sportlerinnen und deren Trainer Jan Schneider sowie Anne Tiepner, die zur sportlichen Leitung der deutschen Delegation gehört. Nichts mit dem großen Traum von der WM wird es vorerst auch für Nelly Keller. Die Sportlerin der Angelz Plauen hatte sich im Herbst erfolgreich für das Nationalteam im Hip Hop Cheerdance beworben. "Es ist für Nelly und alle anderen natürlich sehr bitter. Sie haben eine intensive Vorbereitung hinter sich, die ja auch sehr zeitaufwendig war", sagt Vater Jörg Keller. Er wollte Mitte April gemeinsam mit seiner Tochter in die USA fliegen. Was aus den Kosten für den Flug wird, weiß er im Moment noch nicht: "Der Zeitraum fällt aktuell nicht unter die Einreisesperre. Wir müssen einfach abwarten, was in Zukunft passiert."

Schon vor der WM-Absage war klar, dass das über Ostern geplante Trainingscamp des gesamten Nationalkaders im Waldpark Grünheide nicht stattfinden wird. Und auch bei Cheermania selbst ruhen aufgrund der Coronakrise vorerst alle Aktivitäten. "Wir folgen damit den Empfehlungen des deutschen Verbandes. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, die Gesundheit unserer Sportler geht jedoch immer vor", schrieb der Verein im sozialen Netzwerk Facebook. Unter anderem über diese Plattform bleiben die Sportlerinnen in Kontakt. "Es ist unheimlich schwer für die Mädels, sie lieben ja ihren Sport. Aber wir motivieren uns gegenseitig. Über die sozialen Netzwerke sind ja alle eng verbunden. Es gibt da täglich kleine Aufgaben zu erledigen und lustige Beiträge zu sehen, da ziehen auch alle mit", sagt Romy Möbius.


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