Die gewisse Frechheit fehlt noch

Das Lengenfelder Reiter-Ass Hardy Heckel hat sich beim Turnier in Dorfchemnitz unter professioneller Konkurrenz gut geschlagen. Der eigene Jahreshöhepunkt fällt jedoch aus.

Lengenfeld.

Beim Reiten ist es wie in anderen Sportarten auch, es fehlen aktuell die regelmäßigen Wettkämpfe. Dass verspüren auch erfolgreiche Reiter wie Hardy Heckel vom Reit- und Fahrverein Lengenfeld: "Es ist alles noch etwas durchwachsen momentan, es geht nicht so leicht wie sonst. Aktuell finden nur sehr wenige Turniere bei in der Region statt." Vor wenigen Tagen ist Heckel beim Reit- und Springturnier des RFV Dorfchemnitz angetreten, wo Wettkämpfe im Springen bis zur Klasse S*** und in der Dressur bis zur Klasse S** ausgeschrieben waren. Dazu sind hochkarätige Sportler angereist. "Das war erst mein drittes Turnier in diesem Jahr. Die Profis, die mit am Start waren, reiten jede Woche", so Heckel. Bis alles wieder rund läuft, braucht es Zeit.

Hardy Heckel sagt: "Es ist wie bei jedem Sport, man braucht einen gewissen Rhythmus mit Training und Wettkämpfen. Das baut sich auf. Dann kommt eine gewisse Selbstverständlichkeit und es läuft. Wenn sich dann noch Erfolg dazugesellt, dann kommt eine gewisse Frechheit dazu, und dann wird es richtig gut. Doch diese Frechheit ist momentan noch nicht da. Das kann man auch nicht erzwingen, die muss von allein kommen."

Beim Turnier in Dorfchemnitz hatte der Lengenfelder Teilerfolge zu verbuchen mit einem zweiten Platz in der Springpferdeprüfung Klasse L und dem dritten Platz bei der ersten Prüfung im Rahmen der Großen Tour, einer Springprüfung der Klasse S*, und weiteren Platzierungen. Nach diesem Turnier steht erst einmal kein weiteres mehr an. Auch das 59. Lengenfelder Reit- und Springturnier, das vom 21. bis 23. August stattfinden sollte, ist abgesagt.

Als Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins sagt Heckel: "Persönlich hätte ich das Turnier gern durchgeführt, auch mein Stellvertreter Franz Klötzer war dafür, aber wir bräuchten mehr Rückhalt vom Vorstand. Es war alles vorbereitet, auch die Ausschreibung war fertig." Bei den Mitverantwortlichen gibt es jedoch Bedenken, dass man die coronabedingten Auflagen nicht vollständig erfüllen kann.

Es sei schade, so Heckel, aber es sei, wie es ist. Um ein entsprechendes Hygienekonzept umsetzen zu können, bräuchte man die doppelte Anzahl an Helfern, und auch die Anzahl an Security-Personal müsste man erhöhen. Die Kosten wären um ein Vielfaches höher als in den Jahren davor.

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