Die mentale Stärke ist das Wichtigste bei Einheit

Handball-Sachsenligist kann Aufstieg noch in zwei Relegationsspielen packen

Unter Trainer Rüdiger Bones hat der HC Einheit Plauen zu neuer Stärke zurückgefunden. Über die Gründe dafür sprach Rainer Taubald mit dem Coach.

Freie Presse: Wurden ihre Hoffnungen in der ersten Saison beim HC Einheit erfüllt?

Rüdiger Bones: Ja, aber mit Abstrichen. Ich trainiere ein williges Team, das bereit ist, sich zu verändern. Probleme haben wir wegen unserer dünnen Personaldecke und fehlender Alternativen aus dem Nachwuchs. Andere Vereine, wie beispielsweise Aue II und Leipzig/ Zwenkau, sind uns bezüglich leistungsstarker und auch leistungsorientierter junger Spielern voraus. So haben wir auch gegen diese Teams, die mit hoher Dynamik agieren, beide Auswärtspartien verloren.

Die Sachsenliga war für Sie Neuland. Wie fällt ihr Urteil zum Niveau aus?

Das Leistungsgefälle zwischen den Teams aus dem vorderen Tabellendrittel und den anderen ist sehr groß.

Waren Sie von der von ihnen im Oktober eingeforderten Sieges serie selbst überrascht? Was waren die Gründe?

Ich war nicht unbedingt überrascht. Die Spieler haben die große Herausforderung angenommen und willensstark Probleme überwunden. Zudem hat sich das harte Training sowie das meist passende Spielkonzept für Mannschaft und Einzelspieler ausgezahlt.

Sowohl in der Oberliga 2015/16 als auch in der Sachsenliga 2016/17 bekam der HC Einheit die wenigsten Gegentore. Wie begründen Sie die Revolu tion im Angriffsspiel von der schwächsten Oberliga-Offensive zur zweitbesten in der Sachsen liga?

Mit intensivem Wurftraining haben wir die Abschlusssicherheit geübt. Unser Offensivspiel ist deutlich variabler geworden. Zudem muss man als Trainer kreativ sein, seine Ideen den Spielern vermitteln und für Jeden das passende Konzept finden.

Wie weit ist denn der Lernprozess ihres Teams fortgeschritten?

Wir sind erst am Anfang eines weiten Weges. Zarte Fortschritte gab es beim Integrieren aller Positionen im Angriffsspiel, im Spieltempo und im variablen Agieren nach vorn. Nach wie vor mangelt es an der nötigen Aggressivität in der Abwehr.

Der HC Einheit kann über zwei Relegationsspiele noch den Aufstieg in die Oberliga schaffen. Ist das Team für diese schwere Aufgabe gerüstet?

Das ist schwer zu sagen. Das werden zwei andere Spiele, die bei null beginnen. Dass wir erst ein Heimspiel haben, ist ein kleiner Nachteil. Das Wichtigste ist unsere mentale Stärke. Die Spieler müssen unter Belastung in der Lage sein, stets die richtige Entscheidung zu treffen.

Nach den zahlreichen Abgängen ist der Kader qualitativ und quantitativ arg geschrumpft. Welche neuen Spieler braucht es für die Oberliga?

Zugänge sind auf einigen Positionen dringend notwendig. Wir haben mit einigen Kandidaten Gespräche geführt. Entschieden ist noch nichts.

Und wie sieht Ihre Zukunft in Plauen aus?

Ich bin diesbezüglich mit dem HC Einheit in guten Gesprächen. Entschieden ist noch nichts.

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