Einheit sieht sich nicht chancenlos

Die Tabellensituation der Plauener Handball-Oberligisten täuscht. Bei beiden wächst vor den Samstag-Partien der Druck.

Plauen.

Der vorletzte Spieltag der Hinrunde steht in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga bevor. Beim schweren Gang nach Naumburg zum auf Platz 2 stehenden HCBurgenland (17:5 Punkte) hofft der HC Einheit Plauen (10:12/9.) auf Schützenhilfe des Stadtrivalen. Der SV 04 Oberlosa (12:10/5.) empfängt am Samstag mit der HSG Freiberg (10:12/7.) ein Team, das wie die beiden Plauener das Mittelfeld der Tabelle bestimmt.

SV 04 Oberlosa - HSG Freiberg: In dieser Saison trauern alle Mannschaften bereits jetzt verschenkten Punkten hinterher. Zwei Enttäuschte treffen in Plauen aufeinander. Für den SV 04 geht es am Samstagabend im letzten Heimspiel des Kalenderjahres um sehr viel. Nur mit einem Sieg gegen Freiberg bleiben die Plauener in Reichweite der Medaillenplätze. Weil sich die Gäste jedoch sogar in Abstiegsgefahr befinden, geht es für beide am Samstag ab 19Uhr um sehr viel. Die HSG Freiberg ist so etwas Ähnliches wie das Team der Stunde. Vor Saisonbeginn als einer der Favoriten gehandelt, hatten die Freiberger zunächst mit personellen Problemen zu kämpfen. Aus den jüngsten vier Spielen holten sie jedoch 7:1 Punkte. Trainer Alexander Matschos setzt auf Kapitän Eric Neumann, der nach langer Verletzungspause in der Vorwoche in Aue mit sieben Toren glänzte. Weil der Drittplatzierte der Vorsaison mit 10:12 Punkten nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat, kann sich jeder vorstellen, was in der Kurt-Helbig-Sporthalle los sein wird. Freiberg könnte bei einem Sieg mit Oberlosa nach Punkten gleichziehen. So eng ist es in der Tabelle. Auch die Plauener weisen eine kleine Serie vor. Doch mit den 5:1 Punkten aus drei Spielen ist man beim SV 04 Oberlosa unzufrieden, weil das Team beim 21:21 in Pirna zehn Sekunden vor Schluss den dritten Siebenmeter im Spiel verballerte. "Das Nervenkostüm kann man nicht trainieren. Wir müssen da jetzt einfach durch. Nur wenn wir das Visier hochklappen und mehr einbringen als unsere Gegner, wird es eine weitere Vorwärtsentwicklung geben", betont Cheftrainer Petr Hazl. Verzichten müssen die Plauener weiterhin auf Jiri Fort (Fingerbruch) und Pascal Wolf (Zahn-OP).

HC Burgenland - HC Einheit Plauen: Nach der unerwarteten 24:30-Heimniederlage gegen Oebisfelde hat sich zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde die Situation bei den Plauenern verschlechtert. Mit aktuell 10:12 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz stehend, haben sie nur noch ein Zweipunktepolster zum ersten Abstiegsplatz. Und in dieser Situation geht es jetzt zum Tabellenzweiten HC Burgenland. Anwurf in Naumburg ist am Samstag um 19 Uhr. Burgenland ist derzeit mit 17:5 Punkten neben Concordia Delitzsch (18:4) und HSV Bad Blankenburg (16:6) einer der heißen Anwärter auf den Titel. Zu Hause haben die Naumburger eine fast makellose Bilanz von 8:2 Punkten, die nur durch das 23:29 gegen Spitzenreiter Delitzsch einen Kratzer abbekam. Die Plauener stehen vor einer schweren Bewährungsprobe. Eine enorme Steigerung zur jüngsten Niederlage ist notwendig, um vielleicht doch eine Überraschung zu schaffen. Möglich ist in der verrückten vierten Liga derzeit ohnehin alles. Die solide Auswärtsbilanz des HC Einheit von 5:5 Punkten berechtigt durchaus zu Optimismus. Trainer Jan Richter kennt die Stärken der Burgenländer genau, aber er sieht auch Chancen: "An normalen Tagen wird es natürlich schwer für uns, erfolgreich zu sein. Doch solche Partien kann man nur gewinnen. Und wenn unser Spiel läuft, können wir für jeden Gegner unangenehm werden. Das haben wir gegen stärkere Teams bewiesen." Im vergangenen Spieljahr hatte der HC Einheit beide Begegnungen deutlich verloren. "Wir spielen eigentlich gern gegen Burgenland. Nur die Ergebnisse passten bisher nicht", so Richter. "Ob alle bisher verletzten und angeschlagenen Spieler am Samstag auflaufen, werden wir erst nach dem Abschlusstraining am Freitag wissen. Möglich ist es", so der Coach.

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