Favorit siegt im Duell der Lokalrivalen

In der Ringer-Regionalliga musste sich die WKG Pausa/Plauen im Vogtlandderby dem AV Germania Markneukirchen geschlagen geben. Ein 15-Jähriger überzeugte besonders.

Markneukirchen.

Das Vogtlandderby in der Regionalliga Mitteldeutschland zwischen dem AV Germania Markneukirchen und der WKG Pausa/Plauen endete mit 17:10 für die Gastgeber. Einmal mehr war es ein Arbeitssieg für den Tabellenführer, zumal beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung antreten konnten.

"An diesem Wochenende gibt es mehrere Trainingslager und Wettkämpfe, an denen die Leistungskader teilnehmen müssen - und die haben heute beiden Teams gefehlt", so WKG-Trainer Werner Schellenberg, der auf Nils Buschner verzichten musste, der beim Bärencup im dänischen Nyköbing kämpfte, während Mateusz Kampik mit der polnischen Auswahl für die U-23-WM trainierte. Auf Markneukirchner Seite fehlten Marco Stoll und Franz Richter, die beide ebenfalls in Nyköbing auf die Ringermatte traten.

Aber Germania hatte gerade in den schweren Gewichtsklassen Alternativen. So reiste der unverwüstliche Marian Mihalik aus der Slowakei an und schulterte Anatolij Judin nach einem Wurf bereits nach einer Minute und 15 Sekunden. Zuvor wurde Valerij Borgoiakov kampflos zum Sieger erklärt, da Pausa/Plauen im leichtesten Limit keinen Gegner stellte.

Dann gab es die ersten Zähler für die Gäste. Der erst 15-jährige Maximilian Schmalfuß (61 kg/klassisch) zeigte gegen Routinier René Roth sein Kämpferherz und setzte sich in seinem Regionalliga-Debüt gegen das Markneukirchner Eigengewächs mit 6:3 Punkten durch.

"Lukasz hat heute den wohl stärksten Kampf in der Saison gezeigt", stellte der AVG-Vorsitzende Jens Berndt dem AVG-Halbschwergewichtler Lukasz Dublinowski ein starkes Zeugnis aus. Und das sahen auch die Mannschaftsleitung und Trainer so, die dem Polen das Ehrengeschenk für das "Match of the Day" überreichen ließen. Dublinowski hatte sich in einem taktisch klug geführten Kampf mit schönen Beinangriffen gegen Dawid Peplowski mit 6:1 Punkten durchgesetzt. Im letzten Duell vor der Pause unterlag Roman Walter (55 kg/F) nach Punkten, wobei WKG-Leichtgewichtler Eryk May den Punktestand in den Schlusssekunden noch auf 10:7 schraubte. Markneukirchen führte zur Halbzeit 10:4.

Nach der Pause schloss Pausa/Plauen zum 8:10 auf. Ludwig Höfer (86 kg/k) wurde kampflos zum Sieger erklärt, da Markneukirchen bedingt durch die Verletzung von Bence Fulai keinen Kämpfer stellte. Maximilian Simon (71 kg/k) punktete Tobias Knittel im Bodenkampf mit 19:4 aus, wobei der WKG-Ringer den für Markneukirchen kämpfenden Weißwasseraner mittels Kopfhüftwurf kurzzeitig in die Ringerbrücke stellte. Doch dann machte Simon den Sack noch in Runde 1 zum vorzeitigen Überlegenheitserfolg zu. Einen spannendes Duell lieferten sich Julian Gebhard (80 kg/F) und Maximilian Kahnt. Doch wie schon Lukasz Dublinowski kämpfte auch Gebhard mit viel Übersicht und gewann am Ende verdient mit 7:0 Wertungspunkten.

Einen furiosen Start legte auch William Stier (75 kg/F) gegen WKG-Zugang Mokhmad Dadaev hin. Doch der Pausaer Weltergewichtler wurde im weiteren Verlauf immer stärker und setzte sich am Ende mit 10:7 durch. Auch wenn bedingt durch die knappe Niederlage von William Stier der Markneukirchner Gesamtsieg bereits feststand, lieferten sich Serjran Simonyan (75 kg/k) und Pausas Coach Werner Schellenberg, der genau wie sein Trainerkollege selbst die Ringerstiefel schnürt, ein spannendes und sehr ausgeglichenes Duell, das der Germania-Ringer am Ende durch einen Verwarnungspunkt mit 4:3 gewann. Simonyan erhöhte mit einem knappen Punktsieg zum 17:10-Endstand für den AVG Markneukirchen.

"Wir hatten vor dem Kampf gewarnt. Nicht zu Unrecht, denn es war dann auch der knappe, spannende Fight gegen den Lokalrivalen", zollte Germania-Trainer Andy Schubert dem neu formierten Gästeteam Respekt. "Beide Mannschaften hatten einige Ausfälle zu kompensieren und die bessere B-Mannschaft hat gewonnen", gratulierte Gästecoach Werner Schellenberg.

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