Finnlands Nationaltrainer denkt gerne an seine Germania-Zeiten

Marko Yli-Hannuksela hat drei Jahre für Markneukirchen in der Bundesliga gerungen. Das bäckt jetzt kleinere Brötchen. Morgen fährt es nach Lugau.

Markneukirchen.

Der Finne Marko Yli-Hannuksela gehörte zwischen 1994 und 2008 zu den besten Ringern der Welt. Zwischen 1998 und 2001 schnürte er seine Ringerstiefel für den AV Germania Markneukirchen - Jahre in denen der bis ins Viertelfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft vorstoßen konnte. "Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück. Die Fans, die Atmosphäre in der Musikhalle, das war beeindruckend, das vergisst man nicht", so der Griechisch-Römisch-Spezialist, der 1996 in Atlanta (15. Platz), 2000 in Sidney (3.) und 2004 in Athen (2.) an olympischen Spielen teil nahm und 2008 seine Laufbahn beendete, als er an der Qualifikation für Peking scheiterte.

"Marko kam damals als amtierender Weltmeister zu uns und bestritt drei Meisterschaftsrunden für Germania. Er wechselte dann zum KSV Aalen", so Mario Teschauer, der viele Jahre die Homepage des Vereins betreute, Artikel und Berichte veröffentlichte und sich noch gut an die Kämpfe des finnischen Spitzenringers in Markneukirchen erinnern kann. Yli-Hannuksela bestritt auch zehn Welt- und elf Europameisterschaften. Bei den WM sammelte er einen kompletten Medaillensatz, bei den EM holte er zweimal Bronze.

"Ich möchte alle Ringer, Fans und Freunde von damals, allen voran André Backhaus, herzlich grüßen. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder am Rande einer Ringermatte", so Marko Yli-Hannuksela, der heute als finnischer Auswahltrainer arbeitet, während sein Sohn Akseli inzwischen bei den Junioren an die Tür zu internationalen Meisterschaften klopft.


Regionalliga-Spitzenreiter fährt zum Vorletzten

Der Auswärtskampf beim RV Lugau steht für den AV Germania Markneukirchen morgen, 19.30 Uhr an. Den Hinkampf gewann Markneukirchen zu Hause 23:10. Dennoch ist Andy Schubert, der Trainer des Tabellenführers, nur vorsichtig optimistisch. "Die Lugauer sind durchgängig gut besetzt." Zudem hat der Vorletzte trotz der vielen Niederlagen treue Zuschauer hinter sich, die dem Team den Rücken stärken. Im vergangenen Jahr führte Lugau nach sechs von zehn Begegnungen noch, Markneukirchen siegte erst im Schlussspurt.

"Natürlich hat sich auch unser Team gefestigt, dennoch müssen wir einige Lücken in der Mannschaft schließen. Da muss der Rest der Mannschaft so wie gegen Luckenwalde, weiter zusammenrücken", sagt Germanias sportlicher Leiter Jörg Guttmann.rjö

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