Führungstrio auswärts gefordert

In der Fußball-Vogtlandklasse geht am Wochenende die Hinrunde zu Ende. Drei Mannschaften können sich noch Hoffnungen auf den Herbstmeistertitel machen.

Oelsnitz/Klingenthal.

Wer am Ende der Hinrunde der Fußball-Vogtlandklasse auf Platz 1 steht, steigt auf. So zumindest war es bisher immer. In Frage dafür kommen vor dem bevorstehenden letzten Spieltag der Hinrunde der neue Tabellenführer Jößnitz (29 Punkte), Erlbach und Adorf (je 27). Alle drei sind diesmal auswärts gefordert.

FSV Bau Weischlitz - SG Jößnitz. Die beste Abwehr der Liga - Jößnitz bekam erst acht Gegentore, in den jüngsten sechs Partien sogar nur eines - steht vor einer kniffligen Aufgabe. Der FSV Bau könnte im Falle eines Sieges oben mitmischen. Immerhin blickt Weischlitz auf vier Heimsiege in Folge zurück. Die einzige Pleite auf eigenem Platz bezog der FSV gegen Erlbach mit dem 1:2 am 4. Spieltag. Der Spitzenreiter hat auswärts bisher nur in Kürbitz verloren, aber auch nur jedes zweite Spiel gewonnen.

SpVgg Neumark - BC Erlbach. Für den entthronten Tabellenführer Erlbach lief es bisher vor allem auswärts. Wartet er zu Hause schon seit vier Spielen auf einen Sieg, ist seine Weste auf fremdem Platz noch blütenweiß: fünf Spiele, fünf Siege. Die Aufgabe diesmal aber ist besonders schwer. Beide gehören zu den Defensivspezialisten, kassierten jeweils erst zehn Gegentore. Verloren hat Neumark gegen den BC bisher noch nicht (drei Siege, ein Remis). Die erste Niederlage im aktuellen Spieljahr (0:2 gegen Jößnitz) bügelte die Spielvereinigung vor einer Woche gegen Oelsnitz II (4:1) aus. Mit einem Dreier käme sie bis auf zwei Zähler an den BC ran. Andersherum könnte Erlbach mit einem Sieg einen Verfolger abschütteln.

SG Stahlbau Plauen - VFC Adorf. Stahlbau steckt im Mittelfeld fest. Zwar haben die Plauener vier ihrer jüngsten fünf Spiele gewonnen, doch schmerzte die Heimniederlage zuletzt gegen Kürbitz schon. Dadurch blieb die Kontaktaufnahme zum Verfolgerfeld verwehrt. Der VFC zählt zu den positiven Überraschungen des Herbstes, was vor allem daran liegt, dass er sich auswärts sehr effektiv zeigt. 19 von 21möglichen Zählern nahm er mit nach Hause. Deshalb wird Adorf bei den Stahlbauern wohl nicht nur mit einem Unentschieden liebäugeln. Appetit auf mehr als den selbst anvisierten einstelligen Tabellenplatz haben die Obervogtländer längst bekommen.

VfL Reumtengrün - SV Merkur Oelsnitz II. Der 13. spielt gegen den 10. - das klingt nach Abstiegskampf. Beide stecken in einem Leistungsloch. Nach zwei Niederlagen steht der VfL wieder auf einem Abstiegsplatz. Mit neun schoss er bisher die wenigsten Tore, blieb in sieben von zwölf Spielen ohne eigenen Treffer. Ein Dreier auf eigenem Rasen gelang Reumtengrün sechs Spiele lang nicht mehr. Vielleicht kommt Merkur gerade recht, dessen Ausbeute auswärts - ein Sieg, zwei Unentschieden, vier Niederlagen - keinem das Fürchten lehrt. Trotz des jüngsten 1:4 in Neumark wusste die junge Truppe aber spielerisch zu gefallen.

SpVgg Grünbach-Falkenstein - SV Coschütz. Die Hausherren scheinen sich nach vier Runden ohne Niederlage im oberen Mittelfeld festgebissen zu haben. Sie sorgten in der Vorwoche für die Überraschung schlechthin, als sie dem bisherigen Spitzenreiter Erlbach die erste Saisonniederlage beibrachten. Gegen den Drittletzten soll Heimsieg Nummer 3 her. Aber auch der SV verbuchte in der Vorwoche ein Erfolgserlebnis, verließ nach dem 3:0 gegen Schlusslicht RFC II die Abstiegsränge. Auswärts gab es für Coschütz allerdings in sieben Spielen sieben Niederlagen.

Reichenbacher FC II - SG Kürbitz. Nach der 0:3-Pleite in Coschütz ist die Stimmung am Reichenbacher Wasserturm auf dem Tiefpunkt. Doch wenn die kommenden Heimspiele gegen Kürbitz und Heinsdorfergrund gewonnen werden, wären die Reichenbacher dem rettenden Ufer wieder nahe. Leichter gesagt, als getan, zumal das Schlusslicht erst einmal gewann und Kürbitz auswärts schon dreimal in Folge ungeschlagen blieb. Weil der Neuling aber zu Hause schwächelt, ist sein Polster auf den ersten Abstiegsrang auf drei Punkte geschrumpft. Deshalb soll in Reichenbach, wo die SG bisher noch nie zu einem Pflichtspiel antrat, mindestens ein Remis eingefahren werden.

SV Concordia Plauen - SpVgg Heinsdorfergrund. Kurz vor der Winterpause hat Concordia Fahrt aufgenommen, gewann drei der jüngsten vier Spiele und verbucht mit Rang 8 die bisher beste Saisonplatzierung. Gegen die Heinsdorfer soll der Aufwärtstrend fortgesetzt werden. Spielerisch hat der Neuling nicht enttäuscht, aber die Resultate stimmen nicht. Seit neun Runden wartet die Spielvereinigung auf einen Dreier. Allein das bessere Torkonto bewahrt Heinsdorf vor dem Rutsch auf einen Abstiegsplatz. Die Bilanz spricht für die Plauener: In den bisherigen Duellen in der Vogtlandklasse fuhren sie fünf Siege, ein Remis und zwei Niederlagen ein.

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