Gedämpfte Freude bei den Kombinierern

Beim ersten Deutschlandpokal der Saison kamen zwei Sieger vom Bundesstützpunkt Klingenthal. Rundum zufrieden waren die Trainer trotzdem nicht.

Klingenthal.

Martin Hahn hat abgeliefert. Der 23-jährige Nordisch Kombinierer vom VSC Klingenthal gewann am Montag im österreichischen Seefeld den ersten Deutschlandpokal-Wettkampf des Winters bei den Männern. Damit konnte der Bundespolizist seine Ansprüche auf internationale Einsätze nach dem Jahreswechsel untermauern.

Mit dem zweitbesten Resultat auf der Schanze und der drittschnellsten Zeit im Langlaufrennen über die 10 Kilometer hatte sich Martin Hahn am Ende 14 Sekunden Vorsprung vor Jonas Maier vom baden-württembergischen SC Waldau erarbeitet. Auf Platz 3 kam mit Tim Kopp ein weiterer Starter des VSC Klingenthal. Der 21-Jährige war als Achtplatzierter nach dem Springen in die Loipe gegangen und machte im 19-köpfigen Starterfeld fünf Ränge gut.

Da schaute Trainer Kerst Dietel zufrieden drein. "Beide haben ihr Zeug sehr gut gemacht. Beim ersten Schneewettkampf der Saison ist ja immer auch eine besondere Aufregung mit dabei. So können beide mit einem positiven Gefühl die nächsten Wettkämpfe angehen", sagte er. Wenn nächste Woche in Oberstdorf interne Ausscheide der zweiten Reihe des Deutschen Skiverbandes anstehen, soll mit Nick Siegemund auch ein dritter VSC-Kombinierer angreifen. Er war in Seefeld aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Lauf angetreten.

Das nächste Ziel für alle drei ist der Continentalcup, der Mitte Januar in Klingenthal ausgetragen werden soll. Die ersten Entscheidungen in dieser "2. Liga der Kombination" nach dem Weltcup sind am vergangenen Wochenende bereits in Park City (USA) gefallen. Dort konnten die deutschen Athleten, die unter anderen von Björn Kircheisen betreut wurden, groß auftrumpfen. Martin Hahn hatte sich eigentlich auch für einen Start dort qualifiziert, musste aber nach einem positiven Coronatest in der Trainingsgruppe und Quarantäne passen.

Unterdessen holte sich in Seefeld am Montag die in Klingenthal trainierende Jenny Nowak (SC Sohland) mit ihrem Sieg bei den Frauen noch einmal Selbstvertrauen für den ersten Weltcup am Freitag in Ramsau. Die 18-Jährige gewann vor Maria Gerboth aus Schmiedefeld und der ehemaligen Spezialspringerin Svenja Würth aus Baiersbronn.

Für Unverständnis hatte schon vor dem Wettkampf gesorgt, dass den sächsischen Landes- und D/C-Kadersportlern mit Verweis auf die Corona-Lage und -Regeln als einzigen ein Start in Seefeld untersagt wurde. Damit hatten die betreffenden Athleten keine Chance, sich für den Alpencup an diesem Wochenende zu qualifizieren. "Das ist eine klare Benachteiligung", sagte Uwe Schuricht, der leitende Trainer des Bundesstützpunkts Klingenthal.

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