Germania legt gleich bärenstark los

Keine Chance haben die Markneukirchen Regionalliga-Ringer dem Luckenwalder SC zum Saisonauftakt gelassen. Auf der Matte gaben sie keinen einzigen Kampf ab.

Markneukirchen.

Mit einem 24:4-Kantersieg haben die Ringer des AVGermania Markneukirchen die neue Meisterschaftsrunde in der Regionalliga Mitteldeutschland eingeläutet. Die jungen Kämpfer des 1.Luckenwalder SC konnten dem Staffelsieger der Vorsaison vor 250Fans in der Markneukirchener Trainings- und Wettkampfhalle nicht das Wasser reichen.

Die einzigen Pluspunkte für die Gäste gab es gleich zu Beginn des Kampfes, als Kevin Siegert in der Freistilklasse bis 57 Kilogramm die vier Mannschaftspunkte kampflos zugesprochen bekam, da Markneukirchen keinen Gegner stellte. Dann warf der AV Germania den Motor an. Der vom ASV Plauen gekommene Friedrich Fouda vertrat Franz Richter im schwersten Limit. Gegen den 20 Kilogramm schwereren Philipp Atorf sorgte der Plauener gleich in der ersten Minute für klare Verhältnisse. Kurz vor Kampfende legte Fouda noch zum 9:0-Endstand nach.

Den Kampf des Tages machte Maximilian Simon in der Klasse bis 71 Kilogramm im griechisch-römischen Stil. Simon musste gegen den tschechischen Auswahlringer Matous Morbitzer antreten und zeigte keinerlei Respekt. Zu Beginn der zweiten Runde konterte der Weißwasseraner in Diensten des AV Germania einen Wurf des Tschechen und drehte den Kampf zum 5:2. Eine Passivitätsverwarnung besiegelte die Niederlage des Tschechen.

Insgesamt 81 Jahre standen beim Kampf zwischen dem 33-jährigen Papiergewichtler Valerij Borgoiakov und dem Luckenwalder Thomas Berger auf der Matte. Der Gästeringer gehört mit knapp 48 Jahren zu den erfahrensten Athleten der Liga. Borgoiakov spielte seine Kampfkraft aus, der Luckenwalder Routinier konnte dieses Tempo nicht mithalten und unterlag nach viereinhalb Minuten 2:17, als das Duell wegen technischer Überlegenheit des russischen Gastringers abgebrochen wurde.

Roman Walter und Serjan Simonyan erkämpften klare Siege, Anton Noack musste nur zur Siegerverkündung auf die Matte, da Luckenwalde in seinem Limit keinen Gegner mitgebracht hatte. Markneukirchen ist damit erster Tabellenführer und bestreitet am Samstag bereits den nächsten Heimkampf. Der könnte schon richtungsweisend werden, denn zu Gast ist mit dem RV Thalheim die Mannschaft, die von Experten als härtester Meisterschaftskonkurrent erwartet wird.

Weitere Ergebnisse RV Thalheim - Luftfahrt Berlin 18:6, RV Eichenkranz Lugau - WKG Pausa/Plauen 11:15, RSK Gelenau - RC Germania Potsdam 19:4, KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt - KFC Leipzig 19:10.


Franz Richter nach langer Verletzungspause vor der Rückkehr ins Germania-Team

Voraussichtlich schon zum nächsten Heimkampf am Samstag gegen den RV Thalheim wird Schwergewichtler Franz Richter (Foto) wieder im Aufgebot des AV Germania Markneukirchen steht stehen. Ende April hatte sich der Markneukirchener beim Traditionsturnier in Warnemünde einen doppelten Kieferbruch zugezogen. Im Juli nahm Richter wieder an einem Trainingscamp mit der Männerauswahl des Deutschen Ringer- Bundes in Moskau teil, dem ein weiterer Lehrgang in Litauen folgte. Derzeit kämpft der 21-Jährige beim Vorbereitungstraining der Männer auf die Weltmeisterschaft im finnischen Kourtane um Anschluss an sein altes Leistungsvermögen.

Noch bis Dienstag trainiert Richter mit Ringern aus zahlreichen Nationen, die sich in Finnland gemeinsam den Feinschliff für die Weltmeisterschaft holen, die in 14 Tagen in der kasachischen Hauptstadt Nursultan beginnt und die als erste Olympiaqualifikation für Tokio 2020 besonders hohen Stellenwert hat. Franz Richter wird in Nursultan nicht dabei sein. Das Schwergewicht wird durch den WM-Fünften Eduard Popp vom VfL Neckargartach besetzt, der auch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio den fünften Platz belegte. "Wir werden sehen, ob und wie lange Eduard Popp nach den Olympischen Spielen in Tokio 2020 noch aktiv in der Auswahl ringen wird. Mit Franz Richter haben wir neben Jello Krahmer vom ASV Schorndorf und Christian John vom Eisenhüttenstädter RC einen jungen Ringer mit viel Potenzial", sagt Bundestrainer Michael Carl. Der hat den Markneukirchener trotz Verletzung weiter in die Trainingslehrgänge eingebunden, wo er im Schongang agierte.

Nach dem Trainingscamp in Kourtane legen Bundestrainer Michael Carl, Sportdirektor Jannis Zamanduridis und Franz Richter gemeinsam fest, ob der Germania-Schwergewichtler die U-23-Weltmeisterschaft Ende Oktober/Anfang November in Budapest mitringen soll oder ob er langfristig für das neue Wettkampfjahr 2020 aufgebaut wird, in dem die Europameisterschaften im Juli in Salzburg ausgetragen werden. Für die Punktkampfserie in der Regionalliga bekam Franz Richter vom Bundestrainer grünes Licht. Er wird also ab dem zweiten Kampftag dem AV Germania zur Verfügung stehen und freut sich schon auf das Wiedersehen mit Mannschaft und Fans. (rjö)

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