Halbfinale knapp verpasst

Mit Platz 9 bei der U-23-WM ist Ringer Franz Richter nicht zufrieden. Der lange Verletzte sucht noch nach seiner Form.

Budapest.

Es war ein schwerer Einstieg für Ringer Franz Richter, der nach seinem doppelten Kieferbruch im April jetzt bei der U-23-Weltmeisterschaft in Budapest sein erstes internationales Turnier bestritt. Am Ende stand für den Schwergewichtler vom AV Germania Markneukirchen der neunte Platz.

Seinen Auftaktkampf der 130-Kilogramm-Klasse gewann Richter, der im griechisch-römischen Stil antritt, gegen den Ukrainer Dmytro Kremeniev, den er gleich zu Beginn mit einem sehenswerten Wurf in die Ringerbrücke stellte, mit 7:2 Wertungspunkten. Doch dann folgte im Viertelfinale eine bittere 2:3-Niederlage gegen den Iraner Aliakbar Yousofiahmadchali, der gut 15Kilogramm mehr auf die Waage brachte als der deutsche Ringer. Zweimal hatte Richter den Iraner schon gepackt, doch setzte dieser sein Gewicht geschickt ein und wehrte die Angriffe ab.

Der Iraner schaffte es danach bis ins Finale und eröffnete Franz Richter damit die Chance, das Turnier in der Hoffnungsrunde fortzusetzen. Dort traf der Markneukirchener, der am Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder) trainiert auf den Finnen Konsta Mäenpää. Nach einer aus Sicht der deutschen Delegation äußerst zweifelhaften Viererwertung für den Finnen verlor der 21-Jährige, der das erstes Jahr in der Altersklasse U 23 kämpft, den Faden. Mäenpää band mit weiteren Zählern des Sack noch vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit zum 9:0 zu. Franz Richter beendete das WM-Turnier auf dem neunten Platz, kämpfte sich somit noch unter die besten Zehn der Welt in seiner Gewichtsklasse, in der insgesamt 19Athleten an den Start gingen.

"Da war deutlich mehr drin. Vor allem gegen den Iraner hätte Franz Richter gewinnen können. Damit wäre er im Halbfinale gewesen und hätte den Kampf um eine Medaille sicher gehabt", bedauert Bundestrainer Maik Bullmann. Er hofft, dass sein Ringer nach dem Neueinstieg bald wieder zu alter Stärke findet. Franz Richter, der in der schwersten Gewichtsklasse zu den Leichtgewichten zählt, müsse allerdings noch einige Kilogramm zunehmen, um in diesem Limit entscheidend zu punkten. Sein Einzelstartrecht übertrug der 21-Jährige Anfang Oktober dem RSV Hansa Frankfurt (Oder), wo er seit 2011 lernt und trainiert.

Die deutschen Ringer konnten bei den Welttitelkämpfen in Budapest keine Medaille erzielen. Mit Jan Zirn (Baienfurt) und Witalis Lazovski (Burghausen) schieden auch die beiden anderen Griechisch-Römisch-Spezialisten nach gutem Auftakt aus, ebenso wie die Freistilringer. Deutsche Frauen waren in der ungarischen Hauptstadt gar nicht erst dabei.

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