Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Der SV 08 Wildenau schafft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Aufstieg in die Vogtlandklasse. Warum es endlich funktioniert hat, verraten die Verantwortlichen des Vereins.

Wildenau.

Nachdem die TSG Brunn am letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga Staffel 1 deutlich mit 5:0 geschlagen worden war, stand es fest. Die Wildenauer machten zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des Vogtlandes perfekt. Die ganze Saison lang hatten Trainer Jens Tümpner und seine Spieler darauf hingearbeitet, auch wenn die Ziele der Saison nie offen ausgerufen wurden.

"Nach außen hin war das Ziel ein gesicherter Platz im Mittelfeld. Das Thema Aufstieg war nur intern ein Thema", verrät Tümpner. Schärfster Konkurrent im Aufstiegsrennen war der VfB Schöneck. Lange Zeit standen die Obervogtländer an der Spitze der Tabelle, konnten die Wildenauer allerdings nie wirklich abschütteln. Ein Knackpunkt war der elfte Spieltag. Beim Auswärtsspiel in Schöneck setzten sich die Wildenauer mit 3:2 durch und verkürzten den Abstand auf einen Punkt. In Runde 17 tauschten beide Teams dann zum ersten und einzigen Mal die Tabellenführung, denn Wildenau gab diese bis zum Saisonende nicht mehr her.

Was die Stärke der Mannschaft in diesem Jahr ausgemacht hat? "Wir sind als Einheit aufgetreten", verrät Tümpner. Insgesamt hat der SV drei Spieler mit mindestens 15 Treffern in seinem Kader. Mit Daniel Treibl (20 Tore) haben sie sogar einen der drei Top-Torjäger der Liga im Team. Weiterhin gab es einige Neuzugänge, die der Mannschaft auf Anhieb helfen konnten. Für den Trainer steht unterm Strich der Erfolg eines insgesamt gut funktionierenden Teams.

Seit der Gründung der Kreisliga B war der SV 08 Wildenau dabei. "Man musste mindestens den sechsten Platz in der 1. Kreisklasse belegen, um in der neuen Liga dabei zu sein", erklärt Vereinsvorsitzender Uwe Schwarz. Überhaupt war Wildenau lange ein Teil dieser Liga. Dass es für den kleinsten Ort der Gemeinde Steinberg nun noch eine Spielklasse höher geht, ist sowohl für Trainer als auch für die Vorsitzenden der Verdienst des Vereins insgesamt. "Es sind die Giganten, die im Hintergrund des Vereins arbeiten", lobt Tümpner die Verantwortlichen. "Jedes Jahr aufs Neue, ist es eine Herausforderung. Und auch, dass ein Verein zwei eigenständige Mannschaften hat, ist für das Fortbestehen sehr wichtig." Das alljährliche Vereinssportfest, welches in diesem Jahr treffend zum Aufstieg anstand, trägt ebenfalls zur Gemeinschaft bei. Uwe Schwarz führt: "Man kann auf jedes unserer circa 135 Mitglieder stolz sein."

Über die kommende Saison in der Vogtlandklasse waren sich beide einig: "Der Klassenerhalt wäre natürlich top, das Beste, was passieren könnte." Für den SV Wildenau wird es kein leichtes Jahr in der Vogtlandklasse. Einige Teams sind schon lange fester Bestandteil dieser Liga und werden dem Neuling sowohl körperlich als auch spielerisch einiges abverlangen. Mit Lengenfeld kommt ein Absteiger aus der Vogtlandliga hinzu. Die Wildenauer wissen also um die Stärke der Vogtlandklasse und werden sich entsprechend auf die Herausforderung vorbereiten.

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