In den letzten Minuten starke Nerven gezeigt

Die Rodewischer Handballwölfe haben ihr Heimspiel gegen Werdau II 34:31 (16:14) gewonnen. Der Tabellenletzte bereitete ihnen einige Probleme.

Rodewisch.

Durch den Beginn der Herbstferien empfingen die Rodewischer Handballwölfe bereits am Samstag Aufsteiger SV Sachsen Werdau II zum Punktspiel der 1. Bezirksklasse. Obwohl die Gäste als Tabellenletzter antraten, war Vorsicht geboten, immerhin hatte Werdau mit Marcel Bock den zweitbesten Torschützen der Liga in seinen Reihen. Viele Mannschaften agierten mit dem SV Sachsen auf Augenhöhe, meist gaben nur Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Am Ende setzten sich die Wölfe 34:31 (16:14) durch.

Wie schon in der Vorwoche gegen Beierfeld kam der Rodewischer Angriff überhaupt nicht in Fahrt. Das lag zum einen an der offensiven Ausrichtung der Werdauer Abwehr, zum anderen blieben die Würfe bis weit in die erste Halbzeit hinein viel zu ungenau und führten zu selten zum Erfolg. Anders als Beierfeld nutzten die Werdauer das aus. Nach dem 1:0 durch Thomas Luderer übernahmen die Gäste die Spielführung. Immer wieder netzte Marcel Bock in der ersten Viertelstunde nach Belieben ein. Selbst eine frühe Rodewischer Auszeit beim 2:6 in der 10. Minute brachte keine Besserung. Bis zum 7:11 in der 19. Minute konnte Rodewisch den Abstand halten, ehe ein Ruck durch das Team ging. Der Deckungsverband stand nun deutlich kompakter und endlich hatte sich auch der Angriff auf die offensive Deckung eingestellt. In den folgenden acht Minuten nutzten die Wölfe Ballgewinne zu schnellen Toren und schafften so den 13:13-Ausgleich. Und Rodewisch legte nach. Bis zur Pause gelang sogar noch eine etwas schmeichelhafte 16:14-Führung.

Wegen der nach wie vor hohen Fehlerquote entwickelte sich auch in der zweiten Halbzeit eine enge Partie. Eine kurze Schwächephase im Angriff und einige Schaltpausen in der Abwehr brachte die Werdauer beim 19:19 zurück. Hatte man fortan den Rückraum der Gäste etwas besser im Griff, wurde der Kreisläufer nun zu oft aus den Augen verloren. Dennoch gelangen in dieser Spielphase mehr Ballgewinne als in Durchgang eins. Allerdings wurden diese nur unzureichend genutzt. Trotzdem erspielten sich die Wölfe bis zur 48. Minute eine kleine Führung. Das lag aber daran, dass sowohl Markus Kämpfer als auch Enrico Bloch im Tor einige freie Würfe der Gäste entschärften.

Nach dem 26:23 unterbanden die Werdauer mit einer Auszeit diese Phase. Nach Umstellungen und noch offensiverer Deckung kam der SV Sachsen nicht unverdient zum 26:26-Ausgleich. Folgerichtig nahm Rodewisch eine Unterbrechung, um sich zu sortieren. Das einzig richtig Gute war die Routine, mit der die Wölfe die Schlussviertelstunde gestalteten. Wieder erspielten sie sich eine knappe Zwei-Tore-Führung. Bis zum 29:27 in der 53. Minute hielten sie den Gegner auf Distanz. Der gab aber nicht auf und hielt dagegen. Wiederum schaffte es Werdau auszugleichen.

Nach dem 30:30 behielten die Rodewischer aber die Nerven. Nach einer Zeitstrafe gegen die Gäste legten sie zum 31:30 vor. Durch eine ungeschickte Abwehraktion büßten sie diesen Vorteil aber wieder ein. Danach verhinderten sie weitere Gegentore und bauten den Vorsprung sogar in Unterzahl auf 33:30 in der 58. Minute aus. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Am Ende hatte Rodewisch sich mit 34:31 einen wichtigen Sieg erkämpft, war dabei aber um einiges von den bisherigen Saisonleistungen entfernt.

Rodewisch steht nach dem fünften Spieltag mit 7:3 Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Dritten SV Beierfeld. Allerdings folgen danach eine Reihe von Mannschaften, die weniger Spiele ausgetragen haben und alle noch aufschließen können. Weiter geht es am 8. November mit einem Heimspiel gegen den nächsten Aufsteiger, die USG Chemnitz II, die mit 0:8 Punkten derzeit Elfter ist.

Rodewisch: Kämpfer, Bloch - Dießner (1 Tor), Kretzschmar, Lippold (8), Lösel (2), Luderer (7), Schnabel (6), Walter (1), Zuber (9/davon 1 Siebenmeter)

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