Junge Segler lernen an der Talsperre

Im traditionellen Feriencamp der SSG Reichenbach wird der Nachwuchs aus fünf Vereinen an den Regattasport herangeführt. Dabei kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz.

Gansgrün.

27 Nachwuchssportler waren diese Woche in Gansgrün im Segellager der SSG Reichenbach an der Talsperre Pöhl emsig am Werk, um ihr Können mit dem Einsteigerboot der Optimist-Klasse zu verbessern. Auch aus vier weiteren Vereinen haben sich junge Segler angemeldet. Sie kommen vom SV Pöhl Helmsgrüner Bucht, von der SSG Mylau, vom TSV Oelsnitz und SC Handwerk Plauen.

Sieben Übungsleiter und sechs weitere Helfer haben seit Dienstag den jungen Sportlern erlebnisreiche Tage zu beschert. Zudem war jeweils ein Elternteil bei den Aktivitäten auf dem Gelände an der Gansgrüner Bucht dabei. Übernachtet wird auf dem Gelände der jeweiligen Vereine.

Camp-Chef und SSG-Jugendleiter Matthias Bober hatte die jungen Segler in drei Gruppen aufgeteilt. Die Unerfahrensten paddelten erst einmal mit dem kleinen Einmannboot herum, übten sich im Umgang mit ihm und lernten dessen Aufbau. Die mittlere Gruppe war schon in der Lage, die Prüfung zum Jüngsten-Segelschein abzulegen. Die ältere Gruppe beschäftigte sich bereits mit Regattatraining, Taktik und verschiedenen Manövern auf dem Wasser. "Und wenn doch mal Flaute war, gibt es immer noch genügend theoretische Dinge an Land zu tun", sagt Matthias Bober. Dort übten die Anfänger die Manöver, die sie auf dem Wasser automatisch können müssen. Bober freute sich über den großen Zulauf. "Die Jungs und Mädels sind sehr wissbegierig, machen richtig gut mit. Und das alles trotz der Hitze." So oft wie nur möglich wurde natürlich der Schatten genutzt. "Ansonsten hatten wir diesmal beim Segeln auch eine Kübelspritze mit draußen auf dem Wasser", sagt Bober schmunzelnd. "Da wurde vom Motorboot zur Freude der Kinder eine Abkühlung verteilt."

Doch im Camp des Reichenbacher Vereins, das es in dieser Form seit 2004 gibt, wurde beileibe nicht nur gesegelt. Die allabendliche Filmveranstaltung hat sich zur beliebten Abwechslung gemausert. Erstmals überhaupt wurde dieses Jahr ein Neptunfest organisiert, wobei "Neptun" Erik Schönberner und seine Gesellen alle Mitwirkenden zünftig mit Talsperrenwasser tauften.

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