Kickboxer lassen's richtig krachen

Erstes Bundesturnier in Treuen wird für Ausrichter der erhoffte Erfolg

Treuen.

Die Zweifeldsporthalle in Treuen ist in ein besonderes Licht gehüllt. Im Hochring laufen Final-kämpfe. So haben die Zuschauer den Samstagabend beim Deutschlandpokal im Kickboxen erlebt. Was am Vormittag mit Vorrundenkämpfen und einem Wettbewerb für Vollkontakt-Neulinge begonnen hatte, endete in einer Abendgala mit hochkarätigen Finalkämpfen und anschließender After-Show-Party. Bei der Premiere der German Fight Gala in Treuen waren 90 Kämpfer aus 25 Vereinen am Start. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland.

Mit dem Deutschlandpokal haben die Kickboxer des TV 1843 Treuen erstmalig ein Bundesturnier ausgerichtet, ein sogenanntes Serie-A-Turnier. Das bedeutet, dass es für die Kämpfer auch um Punkte ging, die wichtig für die Qualifikation zur Europa- und zur Weltmeisterschaft sind. In ganz Deutschland gibt es nur eine Handvoll solcher Turniere. Danilo Rynduch ist Abteilungsleiter der Treuener Kickboxer und einer der Hauptorganisatoren. Er zog ein positives Resümee: "Es war eine Top-Veranstaltung. Alle Erwartungen sind erfüllt. Wir haben von den Kämpfern und von den Kampfrichtern Lob geerntet." Um das Ganze auf die Beine zu stellen, haben sich die Treuener mit Hilfe von Sponsoren mächtig ins Zeug gelegt. "Wir haben uns gesagt, es muss richtig krachen zur Premiere der Fight Gala und das ist gelungen."

Der amtierende Vollkontakt-Weltmeister Kian Golpira war voll des Lobes: "Ich finde es schön, dass der Sport im Rahmen einer Gala präsentiert wird, er mehr in den Blickpunkt gerät und Anerkennung findet." Im Vollkontakt-Finale der Herren bis 67 Kilo stand der Sportler vom KBV Erding am Abend Manuel Leist vom Fightclub Schonungen gegenüber und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Gastgeber schickten mit Tommy Stemmler einen Newcomer ins Rennen, der sich wacker geschlagen hat. Seinen ersten Kampf gewann er souverän. Auf den zweiten musste er verletzungsbedingt verzichten und wurde Zweiter. Der 27-jährige aus Werda, der seit fünf Monaten in Treuen trainiert, sagte: "Es war eine Erfahrung. Wenn man im Ring steht, vergisst man Raum und Zeit und konzentriert sich nur aufs Kampfgeschehen." (wend)

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