Kickern fehlt es an Zielwasser

Der VfB Auerbach und Viktoria Berlin lieferten sich ein munteres Regionalliga-Spiel. Nur eines fehlte dabei: Tore.

Auerbach.

Torlos 0:0 haben sich am Sonntag in der Fußball-Regionalliga der VfB Auerbach und Viktoria Berlin getrennt. Dabei bekamen die 480 Zuschauer ein attraktives Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten zu sehen. Doch beiden Teams fehlte es an Zielwasser. Ins Tor wollte das Leder nicht. Und wenn es schon mal drin lag, wie bei Danny Wilds Aktion (44.), dann wurde der Treffer wegen Abseits nicht anerkannt.

Bei 13 Grad, aber kaltem Wind, begann Auerbach druckvoll. Doch Gästekeeper Kisiel klärte vor den heranstürmenden Mattern (2.) und Zimmermann (4.). In der 19. Minute die erste Chance für Viktoria. Reher war frei durch, zögerte aber gegen VfB-Torwart Schmidt zu lange. Dann war wieder Auerbach am Drücker. Zimmermann (21.) kam nicht am Torwart vorbei, den abgeprallten Ball klärte Franke per Kopf ins Aus. Drei Minuten später köpfte Zimmermann nach Pass von Lietz haarscharf über die Querlatte. Bei einer Bogenlampe von Wild (31.) war der Gästekeeper auf dem Posten. Dann fast das 0:1. Doch Trianni (33.) schoss den Ball aus fünf Metern am langen rechten Eck vorbei. Nach einem Gästefreistoß kam Benyamina (37.) im Strafraum zum Schuss, doch Torwart Schmidt klärte in höchster Not. Auf der Gegenseite stand Wild (44.) bei seinem Treffer im Abseits.

Nach dem Seitenwechsel gab Auerbach den Ton an und erspielte Chance um Chance. Elf-Tore-Mann Zimmermann hatte diesmal kein Glück. Erst konnte er das Leder nach Pass von Wild aus dem Gewühl heraus aus Nahdistanz nicht in die Maschen setzen (59.), dann wurde sein Heber über Kisiel von Gunte noch von der Linie gekratzt (84.). Aber auch die Gäste hatten noch Chancen. Die beste bot sich Reher (67.), der aber ebenso am gut aufgelegten VfB-Keeper scheiterte wie Trianni (69.). Etliche nicht nachvollziehbare Abseitsentscheidungen des Assistenten auf der Tribünenseite quittierte das Auerbacher Publikum mit "Schieber"-Rufen.


Stimmen zum Spiel

VfB-Kapitän Philipp Kötzsch: Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Leider haben die vielen Chancen nicht für ein Tor gereicht. Aber auch die Gäste hatten drei, vier dicke Gelegenheiten. Da können wir uns bei unserem überragenden Torhüter bedanken, der uns das zu Null gerettet hat.

VfB-Stürmer Danny Wild: Die Chancenverwertung war heute der Knackpunkt. Es war mehr drin für uns. Insgesamt haben wir aber eine tolle Rückrunde hingelegt, in der wir uns richtig als Team gefunden haben.

Gäste-Trainer Ersan Parlatan: Es war ein gutes 0:0, das Spiel hätte auch 3:3 enden können. Beide haben mit offenem Visier und taktisch clever gespielt. Das war für die Zuschauer attraktiv. Mit dem Ergebnis kann ich leben. Wir wollten einen Punkt mitnehmen. Das haben wir geschafft.

VfB-Trainer Michael Hiemisch: Es war ein klasse Spiel, taktisch wie technisch. Wir haben in der Rückrunde viele Punkte geholt, parallel sind wir als Mannschaft weitergekommen. Wir hatten heute fünf, sechs Chancen. Dazu kamen klasse Paraden von Stefan Schmidt. Meine Truppe ist hungrig und mit dem 0:0 nicht zufrieden. Das Entscheidende ist für mich die Konstanz. Die Mannschaft liefert Woche für Woche ab. Jetzt freuen wir uns aufs nächste Match beim BFC. (gb)

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