Kombinierer nimmt neuen Anlauf in Lillehammer

Skisport: Martin Hahn vom VSC Klingenthal startet beim Weltcup

Lillehammer.

Den Einstieg in die neue Saison hatte sich Martin Hahn ohne Zweifel anders vorgestellt. Mit großen Erwartungen zum Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer ins finnische Ruka gereist, kehrte der 20-Jährige vom VSC Klingenthal zu Beginn der Woche enttäuscht zurück. Gleich dreimal hatte der Bundespolizist die Qualifikation für den Wettkampf verpasst. "Er ist nach zwei eigentlich recht vernünftigen Trainingssprüngen mit den wechselnden Winden nicht zurechtgekommen und hat sich wohl auch selbst etwas zuviel Druck gemacht", sagt Uwe Schuricht, der Cheftrainer des Bundesstützpunktes Klingenthal. Am Sonntag kam für Martin Hahn dann auch noch Pech dazu. Ihm fehlte ein halber Meter auf der Schanze, um im Einzelwettkampf starten zu können. So konnte er den deutschen Doppelsieg von Johannes Rydzek und Eric Frenzel nur als Zuschauer verfolgen.

Doch schon an diesem Wochenende kann es Martin Hahn besser machen. Der junge Kombinierer gehört nicht zuletzt dank seiner Wild-Card als Dritter der Junioren-WM von 2017 zum neunköpfigen Aufgebot des Deutschen Skiverbandes für den Weltcup in Lillehammer. Während in der norwegischen Olympiastadt von 1994 der Fokus der Medien wieder auf das Abschneiden der Olympiahoffnungen gerichtet sein wird, kämpft Martin Hahn in seinem ersten Männerjahr um den Anschluss an die Weltspitze. Da für morgen ein Teamwettbewerb auf dem Plan steht, wird er sich voll auf die Einzelentscheidung am Sonntag konzentrieren. In der vergangenen Saison hatte er als 38. im japanischen Sapporo seine bisher beste Weltcup-Platzierung erzielt. Für die anderen Top-Athleten des Bundesstützpunktes Klingenthal, die aktuell in Ramsau und Planica trainieren, wird es ab nächster Woche ernst. Für die C-Kader um Tim Kopp steht ein Deutschlandpokal in Seefeld an, das B-Team um Tom Lubitz (beide VSC Klingenthal) reist zum Continentalcup nach Amerika.

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