Langläufer lässt sich nicht entmutigen

Tim Seifert vom VSC Klingenthal bestreitet derzeit die erfolgreichste und durchwachsenste Saison seiner noch jungen Karriere. Er ist der Vogtlandsportler der Woche.

Klingenthal.

Ein großes Ziel hat Tim Seifert in dieser Saison noch. Am 25. März will sich der Skilangläufer vom VSC Klingenthal zum Deutschen Meister im Massenstartrennen über 20 km Freistil krönen. Sorge, dass der Wettkampf in Notschrei nahe des Feldberges ausfallen könnte, hat der Vogtländer nicht. "Es ist schon noch genügend Schnee da", sagte er am Rande der Vogtland-Sportgala im Gespräch mit "Freie Presse". Bei der stand Seifert als einer von 30 ausgezeichneten Nachwuchssportlern auf der Bühne. Geehrt wurde er dort für seine Leistungen in der Saison 2015/16.

Die Ergebnisse bestätigt er gerade. In der Gesamtwertung des Deutschlandpokals der Altersklasse U 16 liegt er auf Rang 9. Bei den OPA-Skispielen - das sind die Meisterschaften der Skiverbände der Alpenländer - wurde er Anfang März über 7,5 km Freistil Vierter. Nur 9,3Sekunden fehlten ihm auf einen Podestplatz. Und das, obwohl in den vergangenen Monaten nicht alles rund lief für den Jägersgrüner. Im Herbst zerrte er sich beim Training die Hüfte, viermal bremsten ihn Krankheiten aus. Erst im Februar lag er mit Grippe flach. So verwundert es nicht, wenn er von der erfolgreichsten und gleichzeitig durchwachsensten Saison seiner noch jungen Karriere spricht. In der machte er mit dem Wechsel an die Sportschule in Oberwiesenthal, wo die besten sächsischen Langläufer zusammen trainieren, im Sommer 2016 den nächsten Schritt. "Es war am Anfang natürlich schon schwierig, von zu Hause weg zu sein. Aber ich habe das Beste draus gemacht", erzählt Tim Seifert. Dass es trotz der Zwangspausen so gut läuft, liege vielleicht genau an diesen. "Manchmal bringt das ja vielleicht auch einen Leistungsschub, weil der Körper ausgeruht ist", sagt der 15-Jährige.

Gerade das Ergebnis von den OPA-Skispielen bestätigt ihn auf seinem Weg hin zu einer Karriere im Leistungssport: "Ich habe gemerkt, dass der Kontakt nach ganz vorn und zur internationalen Konkurrenz da ist. Das stimmt mich relativ zuversichtlich für die Zukunft."

In der soll eines Tages auch mal die Teilnahme an Olympischen Spielen stehen. Bis es allerdings soweit ist, stehen noch viele Trainings- und Wettkampfkilometer an. Die nächsten sammelt Tim Seifert bereits am Wochenende. Ebenfalls in Notschrei steht ein Deutschlandpokal-Wettbewerb an. Im Sprint über 2,5 km Freistil will der junge Vogtländer morgen Vormittag in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

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