Leinen los auf der Talsperre Pirk

Die Traditionsregatta um das Blaue Band erfreut sich wachsender Beteiligung. Diesmal gab es für die Oelsnitzer Ausrichter Lob aus berufenem Mund.

Taltitz.

Mit der Traditionswettfahrt um das Blaue Band sind die Segler des TSV Oelsnitz am Wochenende in die Saison gestartet. Seit Bestehen des Vereins wird diese Regatta auf der Talsperre Pirk fast ununterbrochen ausgetragen. Nur zweimal fiel sie bisher aus - und die Oelsnitzer Segelsportler gibt es immerhin schon seit 1961. Im nächsten Sommer feiert der Club seinen 60. Geburtstag.

Auch jetzt schon gab es für die Oelsnitzer Grund zur Freude. "Wir hatten genügend Wind, um alle vier geplanten Wettfahrten zu starten, was ja in den letzten Jahren nicht selbstverständlich war", erinnerte Abteilungsleiter Frieder Schramm. "Und die Zahl von 40 Booten liegt über dem Schnitt der vergangenen Jahre, die Beteiligung nimmt nach einer kleinen Delle wieder zu." Probleme oder gar Kenterungen habe es keine gegeben, obwohl der bei den drei Wettfahrten am Samstag angenehme Wind am Sonntag noch einmal kräftig aufgefrischt hatte.

Im Starterfeld, in dem sieben Bootsklassen zu Wasser gelassen wurden, gab es zwei Premieren. Der künftige Bootsklassen-Obmann des Segelverbandes für Finn Dinghy, Claus Wimmer aus Koblenz, machte den Oelsnitzern erstmals seine Aufwartung und lobte nach seinem dritten Rang Revier und Verein: "Mir hat es supergut gefallen, ihr habt hier eine tolle Truppe zusammen. Die Veranstaltung an der Pirk hat ein unverwechselbares Flair." Und obwohl es in der Kategorie Finn Dinghy im Gegensatz zum nächsten Jahr diesmal keine Punkte für die deutsche Rangliste gab, waren 15 Boote am Start - in keiner Klasse gab es mehr. Apropos Finn: Ulf-Peter Pestel von der SSG Mylau, ein altgedienter Segelsportler, holte sich mit seinem Einmannboot das erste Blaue Band seiner Laufbahn überhaupt. Und nicht nur das: Er durfte auch den begehrten Olaf-Mönnicke-Gedenkpokal für ein Jahr mit nach Hause nehmen. Die Trophäe, die an einen zeitig verstorbenen Segelsportler des Gastgebervereins erinnert, wurde an das schnellste Boot des ersten Laufs vergeben. Und das kam eben diesmal aus Mylau.

ErgebnisseFinn Dinghy: 1. Ulf-Peter Pestel (SSG Mylau), 2. Max Trommer (SC Handwerk Plauen), 3. Claus Wimmer (Segelclub Laacher See Mayen). Optimist: 1. Lucas Greger, 2. Martin Geisler (beide SSG Reichenbach), 3. Anna-Katharina Kalz (SC Dresden-Wachwitz). Europe: 1. Lukas Schmidtchen (SG Seeburg), 2. Sina Knüpfer, 3. Jil Hartenstein (beide SC Handwerk Plauen). Ixylon: 1. Dirk Schmidtchen/Frank Ratzsch (SG Seeburg), 2. Joachim Müller/Björn Müller, 3. Volker Weißhuhn/Robert Gerber (alle TSV Oelsnitz). Flying Dutchman: 1. Jens Reigl/Matthias Bober (SSG Reichenbach). 420er Jolle: 1. Justus Niemeier/Tom Stiebritz (Club Maritim Erfurt). Z-Jolle: 1. Thomas Braun/Andrea Meister (SV Reichenbach/TSV Oelsnitz), 2. Edgar Schönweiß/Frieder Schramm (TSV Oelsnitz)

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